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Kiel Migranten sollen ihre Erfahrungen weitergeben
Kiel Migranten sollen ihre Erfahrungen weitergeben
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19:11 12.08.2016
Von Martin Geist
Daniel Volkert von der Türkischen Gemeinde will die Vernetzung der Migrantenorganisationen fördern. Quelle: Martin Geist
Kiel

In Kiel gibt es zahlreiche Vereine und Organisationen, die sich aufgrund der Herkunft ihrer Mitglieder gegründet haben und ganz oder überwiegend ehrenamtlich arbeiten. Eine „große Lücke“ macht Daniel Volkert von der Türkischen Gemeinde allerdings aus, wenn es um die Vernetzung der Ehrenamtlichen geht: „Oft macht jede Gruppe für sich alleine etwas, die Potenziale durch gegenseitigen Austausch oder einen Zusammenschluss für bestimmte Aktionen bleiben ungenutzt.“

 Weil das in vielen anderen Teilen Deutschlands offenbar kaum anders ist, hat der Bund das Projekt Samofa geschaffen. „Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“ steckt in dieser Abkürzung, für die Türkische Gemeinde ist nun der Diplom-Sozialwissenschaftler Volkert dafür zuständig, dieses Ziel mit Leben zu füllen.

 Befördern will der 35-Jährige alles, was der Vernetzung dient, beispielsweise über Workshops zu Themen, die viele Migrantenorganisationen betreffen. Auch versteht sich Volkert als Ansprechpartner für alle, die ein spezielles Anliegen haben oder Unterstützung für ein eigenes Projekt benötigen. Geholfen werden kann mit Wissen und Infrastruktur, in – allerdings begrenztem Umfang – auch mit Geld. Denkbar sei in bestimmten Fällen „zumindest eine Anschubfinanzierung“, stellt der Mann von der Türkischen Gemeinde in Aussicht.

 Die Modellphase des Projekts Samofa erstreckt sich bis zum Jahresende, aus den daraus abgeleiteten Erfahrungen ergibt sich, wie es weitergeht. Die Türkische Gemeinde jedenfalls sucht ab sofort Kontakt zu allen, die in Migrantenorganisationen tätig sind und sich gemeinsam gerade auch für die Integration von Flüchtlingen engagieren wollen. Wer nicht organisiert ist, aber eine eigene Migrationsgeschichte hat und helfen will, darf sich von dem Projekt ebenfalls angesprochen fühlen.

 Bundesweit wird das Projekt vom Verband Netzwerk von Migrantenorganisationen (Nemo) geleitet. Beteiligt sind insgesamt 31 Städte aus zehn Bundesländern.

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