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Kiel Notfallrettung soll noch besser werden
Kiel Notfallrettung soll noch besser werden
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11:30 21.01.2020
Von Niklas Wieczorek
Freuten sich über die Förderung, die Minister Heiner Garg (3.v.li.) überbrachte (v.li.): Leonie Hannappel und Jan-Thorsten Gräsner vom Institut für Rettungs- und Notfallmedizin, Peter Rösch (Ärztlicher Leiter des Notdienstes im Kreis Plön), Niels Renzing (ebenfalls Institut) und Wolfgang Lotz (ärztlicher Leiter im Notdienst der Stadt Kiel). Quelle: Ulf Dahl
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Diese soll die Weiterentwicklung der Notfallversorgung von Herz-Kreislauf-Stillständen (Resuscitation = Wiederbelebung) koordinieren. Bei insgesamt vier Veranstaltungen werden Fachleute aus Rettungs- und Notfallmedizin Probleme aufzeigen und Verbesserungspotenziale identifizieren, wurde die in den USA und Dänemark erprobte Akademie angekündigt. Am Montag übergab Gesundheitsminister Heiner Garg eine Förderung von fast 150.000 Euro.

Kiel will Konzept aus Seattle aufgreifen

Die Veranstaltungen sollen zunächst den Rettungsdiensten in Kiel und dem Kreis Plön zur Verfügung stehen. "Die teilnehmenden Rettungsdienstbereiche können sich dann über die Umsetzung untereinander austauschen", sagte Garg. Besonders relevant sei dabei, dass sowohl die Landeshauptstadt Kiel als auch der ländliche Kreis Plön teilnehmen: Im US-amerikanischen Bundesstaat Washington sei die Überlebensrate bei Herz-Kreislauf-Stillständen nach einer ähnlichen Initiative in Seattle auf 50 Prozent gesteigert worden. In Deutschland liege sie derzeit bei 13,4 Prozent. "Da ist noch Luft nach oben", sagte Garg. Jetzt will das UKSH Kiel das Konzept aus Seattle aufgreifen.

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Gargs Zuwendung in Höhe von 146.700 Euro aus dem Versorgungssicherungsfonds des Landes freute neben den ärztlichen Leitern der Rettungsdienste Wolfgang Lotz (Stadt Kiel) und Peter Rösch (Kreis Plön) aber besonders Jan-Thorsten Gräsner, Chef des Instituts. Der führte gekonnt durch den Abend – und wagte mit seinen beiden Direktoratskollegen Niels Renzing und Leonie Hannappel einen Parforceritt durch das insgesamt erst fünfte Jahr des Instituts.

Rettungsdienstschule in Kiel eingeweiht

Und dort war einiges los, wie schnell klar wurde: So stellte Anja Moderegger von der UKSH-Akademie gemeinsam mit Jessika Popp die Einarbeitung von Mitarbeitern für den Intensivbereich vor. Die kann ebenso auf ein Simulationszimmer mit Patientenpuppe ("Herr Müller") zurückgreifen wie die zu Jahresbeginn gestartete staatlich anerkannte Rettungsdienstschule auf einen simulierten Krankenwagen. Beides konnte zum Abschluss besichtigt werden.

Die Ausbildung in der Rettungsdienstschule dauert insgesamt drei Monate mit je vier Wochen Grundkurs sowie zwei Praxiseinheiten in Klinik sowie Rettungswache. Schulleiterin Claudia Bönsch kündigte aber bereits an, dass sich die Schulphase ab 2021 auf sechs Wochen ausweiten werde. Darauf sei das Institut vorbereitet – wie auch auf weiteres Wachstum, so Gräsner.

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