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Kiel So sieht der UKSH-Zentralbau in Kiel aus
Kiel So sieht der UKSH-Zentralbau in Kiel aus
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13:30 16.08.2019
Von Niklas Wieczorek
Der Neubau inmitten des Krankenhaus-Geländes in Kiel wird am Freitag mit Hunderten Ehrengästen und einem Tag der offenen Tür gefeiert. Eine Woche zuvor waren noch Bauarbeiter am Start. Quelle: Frank Peter
Kiel

Bauhelme neben EKG-Bildschirmen – Ortstermin im neuen Zentralklinikum des UKSH, noch einige Tage vor der Eröffnungsfeier am Freitag. Das geschäftige Treiben der Bauarbeiter mit gelben Westen neben weiß gewandetem Klinikpersonal lässt darauf schließen, dass Großes bevorsteht. Mit dem Bau will das UKSH auch neue Abläufe in der Medizin begründen.

UKSH in Kiel: Patienten können an Automaten selbst einchecken

Kliniksprecher Oliver Grieve und Ulrike Schrabback, Managerin des bevorstehenden Umzugs, führen von der bekannten Pforte an der Arnold-Heller-Straße um die Gebäude von Klinikapotheke und Küchen zum Neubau mitten auf dem Campus. Grieve spricht von einem "Kleeblatt". Der Bau soll der Klinik Glück bringen, auch für den weiteren Umbau. Der Haupteingang kommt mit zünftiger Empfangspforte und glasüberdachter Eingangshalle einladend daher. Darüber prangt das UKSH-Logo in den schleswig-holsteinischen Landesfarben Blau und Rot.

Eine Woche vor der Eröffnungsfeier bekam KN-online einen Einblick in die Räume des neuen Zentralbaus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.

Die untersten Geschosse formen einen Backsteinsockel, auf dem fünf weiße Trakte thronen. Am Eingangstresen vorbei geht es den Gang hinunter, von dem Glastüren in einzelne Ambulanzen abzweigen – von Anästhesie bis Urologie. Wer wohin muss? Die Patienten können an Automaten auch selbst einchecken. Flughafen-Atmosphäre. 

Video: Rundgang durch das UKSH in Kiel

Digitalisierung auf dem modernsten Stand

Grieve betont stolz: Alle Kommunikationsprozesse seien bestmöglich digitalisiert worden – auch im Sinne der Forschung, die eine Uniklinik immer bedenke. Auch der Patient profitiere und kann eine elektronische Akte führen. Wartet er in einer der Ambulanzen, kann er auf Infoschirmen Neuigkeiten erfahren, auch von KN-online.

Die Räume sind hell, führen laut Umzugsmanagerin Schrabback Farben der schleswig-holsteinischen Natur: Sand, Wasser und Grün sanfter Hügel. Nur in der Kinder-Notaufnahme, am Ende des Neubaus mit eigener Zufahrt, sind die Wände bunt, von Kieler Künstlern gestaltet. Hier zieren Möwen, Bäume und Fahnen im Wind die Räume – die Mitarbeiter hatten ein Wörtchen mitzureden. Die Kinderonkologie kommt mit Graffitis extrem cool daher. Wo es Kindern schlecht geht, will das UKSH die Laune heben.

Flurbetten sollen der Vergangenheit angehören

Am Neubau angedockt: die interdisziplinäre Notaufnahme. Über der Kindernotaufnahme der Eltern-Kind-Bereich mit Kreißsaal. Geburten sind das beste Beispiel für die komplizierte Organisation des Umzugs eine Woche nach der Eröffnungsfeier. Bis zu einer Stichzeit, so Schrabback, werde im alten Kreißsaal geboren – eine Minute später im Neubau. 

Treppe nach oben: In die vier weißen Stockwerke kommen die Stationen von 13 Fachkliniken, auch mit Intensivbereichen. Besonders sensible medizinische Tätigkeiten laufen am Umzugswochenende zweigleisig. Nach der Eröffnung des Neubaus sollen die Fachbereiche durch räumliche Nähe interdisziplinärer arbeiten. Das soll auch Flurbetten verhindern. Die Mitarbeiter müssen Kommunikation und Austausch intensivieren, betont auch Schrabback.

Der Umbau geht weiter

Das UKSH will auch durch dezentrale Küchen die Aufenthaltsqualität verbessern. Hier könnten Patienten passgenauer Essen bestellen – und: Es gibt höchstens Zwei-Bett-Zimmer. Edler mit Sesseln und Sofas kommen die Räume für sogenannte Wahlleistungen daher, die mehr als Kassen-Komfort bieten. Hotel-Charme. 

Der Zentralbau beinhaltet längst nicht alle UKSH-Kliniken. Auf dem Campus wird weitergebaut, viele Sanierungen und Umbauten sind aus dem ursprünglichen Zeitplan gefallen. Die Feier heute soll das nicht stören, so die Verantwortlichen. "Wir schaffen das", ist weiter auf dem UKSH-Gelände plakatiert. Fazit: "Neubau geschafft! Umbau läuft".

Der UKSH-Neubau in Zahlen

Einige Zahlen hat das UKSH selbst herausgesucht, um die Dimensionen des Klinikneubaus zu fassen: Der ist entstanden auf einer Gesamtfläche von etwa neun Fußballfeldern. Es wurden mehr als 45000 Kubikmeter Beton verbaut, wie beim Empire State Building in New York – außerdem wurden mehr als 6500 Tonnen Stahl genutzt, in etwa so schwer wie der Eiffelturm in Paris. Die Gesamtlänge der Leitungen und Rohre beträgt etwa 118 Kilometer, was die UKSH-Bauten in Lübeck und Kiel verbinden könnte. Dass in Kiel zuerst eine Neueröffnung gefeiert werden kann, ist auch dem größten Kran zu verdanken – der mit seinen 72 Metern so hoch ist wie die Nikolaikirche.

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