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Kiel Stadt setzt auf Elektromobilität
Kiel Stadt setzt auf Elektromobilität
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21:32 13.01.2016
Von Florian Sötje
Bürgermeister Peter Todeskino (links) und Statt-Auto-Vorstand Hinrich Kählert nahmen die neue Ladesäule für Elektroautos an der Andreas-Gayk-Straße in Betrieb. Quelle: Frank Peter
Kiel

Wer das Angebot nutzen möchte, muss sich im Internet beim Anbieter registrieren und das Auto im Vorfeld seiner Fahrt buchen. Die Kosten für den Nutzer betragen pro Stunde drei Euro und zwölf Cent pro Kilometer. „Mit dem Elektroauto können sie im Sommer je nach Fahrweise 160 bis 170 Kilometer zurücklegen. Bei niedrigen Temperaturen im Winter etwa 120“, gibt Kählert einen Einblick in die Reichweite des Elektroautos. Die Ladesäule wird mit Ökostrom versorgt. Ein integriertes Ladekabel vereinfacht und beschleunigt den Ladevorgang. Nach einer Stunde ist ein leerer Akku wieder komplett aufgeladen. „Zumeist wird der Akku bei den kurzen Fahrten in der Stadt aber gar nicht so stark beansprucht“, erläutert Kählert.

 Die bereits bestehende Ladesäule in der Waisenhofstraße am Alten Rathaus bestückt das Unternehmen ebenfalls mit einem neuen Wagen. Neben diesen beiden Stationen kann das geliehene Elektroauto auch an einer der sechs öffentlichen Stromtankstellen im Stadtgebiet aufgeladen werden.

 Der neue Standort war ein ausdrücklicher Wunsch von Bürgermeister Peter Todeskino: „Jetzt haben auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Neuen Rathaus eine bequeme Möglichkeit, ihre Dienstfahrten in der Stadt und Region emissionsfrei zurückzulegen.“

 Für Kählerts Unternehmen ist der Betrieb aufgrund der höheren Investitionen für die Elektrotechnologie vorerst noch nicht wirtschaftlich. „Wir verdienen an unserem Angebot fast nichts“, sagt Kählert. Seine Firma habe trotzdem auf eigene Kosten eine Ladestation beschafft und installiert, um die Entwicklung der neuen Technologie voranzubringen und Erfahrungen im Alltagsbetrieb zu sammeln. Kählert ist überzeugt, dass elektrischen Antrieben die Zukunft gehört. 75 Prozent aller Fahrten innerhalb Deutschlands spielen sich im Stadtverkehr ab. „Genau dort ist die Elektromobilität sinnvoll“, meint Kählert.

 Allerdings ist der Anteil an Elektroautos sowohl im privaten Rahmen als auch in der Car-Sharing-Branche momentan noch gering. Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbandes Car-Sharing, rechnet gar mit einem Rückgang der zugelassenen E-Wagen im Gewerbe: „Viele Modellprojekte, die mit Fördermitteln unterstützt wurden, laufen nun aus.“ Ohne finanzielle Zuschüsse ist die Gewinnspanne für Unternehmer gering. Für das Geschäft lohnen sich Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb mehr. Ein weiterer Aspekt spricht nach Looses Ansicht ebenfalls gegen die Elektroautos: Wer zwischen Verbrennungs- und Elektromotor wählen kann, entscheidet sich zumeist für die ältere Variante. Die Berührungsängste mit der neuen Technologie stellten für viele Nutzer ein Hindernis dar. „Das ist ein weiterer Grund für unser Engagement. Wir wollen für die Menschen Anreize bieten, sich mit der neuen Technologie auseinanderzusetzen“, so Kählert.

 Bürgermeister Todeskino zumindest empfiehlt den Mitarbeitern im Neuen Rathaus die Nutzung der Elektrovariante: „Wenn es möglich ist, sollten Fahrten vorrangig mit dem E-Auto zurückgelegt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wir fahren ökologisch und machen weniger Lärm. Ich finde schon, dass die Kollegen das Angebot ausnutzen müssen.“

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