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Kiel Neue Regeln für die „Albig-Plakette“
Kiel Neue Regeln für die „Albig-Plakette“
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07:00 07.02.2017
Von Martina Drexler
Boris Klatt, Leiter von Stattauto, bemängelt: Fast alle Fahrzeuge der Genossenschaft tragen die Plakette, das ist nach der Verschärfung nicht mehr möglich. Quelle: Frank Peter
Kiel

Erhielt jeder Antragsteller bisher die Plakette, wenn sein Auto höchstens 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt, dürfen es künftig nur noch 100 Gramm sein.

 Die Einführung der Plakette hatte der heutige Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in seinem Wahlkampf für den Fall seiner Kür zum Oberbürgermeister 2009 angekündigt. Statt die Käufer und Besitzer von großen und schnellen Spritschluckern zu bestrafen, setze er lieber auf die Belohnung umweltbewusster Menschen, erklärte er damals. Fahrer von schadstoffarmen Autos sollten keine oder jedenfalls weniger Parkgebühren zahlen müssen, auch wenn der Stadt dadurch bis zu 50000 Euro an Parkeinnahmen verloren gehen könnten.

 Die Verschärfung, über die heute der Innen- und Umweltausschuss berät, brachte die rot-grüne-blaue Kooperation als einen ihrer letzten Beschlüsse vor dem Bruch in der Ratsversammlung im Dezember 2016 durch. „Wir begrüßen, dass mit der vorgelegten Änderung das kostenfreie Parken in Kiel für CO2-arme Fahrzeuge möglich bleibt“, erklären die Innenpolitiker Falk Stadelmann (SPD) und Marcel Schmidt (SSW) und werten die „Albig-Plakette“ als ein Erfolgsmodell. Man müsse jetzt aber realisieren, dass aufgrund der Technik-Fortschritte bei Motoren „eine maßvolle Anpassung“ des CO2-Wertes nötig sei. Als ebenfalls richtigen Schritt bezeichnen beide, dass die neue Verordnung auch das kostenfreie Parken für Elektrofahrzeuge vereinfacht: Die E-Autos brauchen keine Plakette mehr, da sie inzwischen ohnehin durch einen Zusatz auf dem Nummernschild gekennzeichnet sind.

 „Das mit der Plakette ist eine gute Sache. Zum einen liefert sie einen Anreiz, ein CO2-armes Auto zu kaufen, zum anderen Carsharing zu nutzen“, findet auch Boris Klatt, Fuhrpark-Leiter der Kieler Zweigstelle Stattauto. Auf fast allen ihrer 86 Fahrzeuge prangt die Plakette. Doch die Verordnung birgt einen gewaltigen Haken in Sachen Umweltschutz: Mit der Frei-Parken-Regelung belohnt sie nur den geringeren Kohlendioxid-Ausstoß, berücksichtigt aber nicht den Stickoxid-Ausstoß. Das hat zur Folge, dass viele Halter von Dieselwagen auch künftig von ihr profitieren können. Klatt dagegen sorgt sich, weil viele seiner derzeitigen Autos im Fuhrpark den neuen niedrigeren Grenzwert übersteigen und daher nach Fristablauf keine neue Plakette mehr erhalten können. Daher wünscht er sich von der Politik eine Übergangsregelung, um die Wagen umweltfreundlicher umrüsten zu können – aber nicht auf Diesel.

Für ihn ist die Kneipe oder das Restaurant nicht nur ein „wunderbarer Ort der Kommunikation und um Menschen kennenzulernen“, sondern auch seine persönliche Ideenschmiede. Wen verwundert es da, dass German Benks berufliche Heimat unter anderem die Gastro-Szene ist und er zu den Kieler Urgesteinen gehört.

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