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Kiel CAU-Spitze: Wird es ein Interims-Trio?
Kiel CAU-Spitze: Wird es ein Interims-Trio?
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21:30 18.02.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Leiten sie bald vorübergehend gemeinsam die CAU Kiel? Karin Schwarz, Anja Pistor-Hatam und Ilka Parchmann (von links). Quelle: dpa/Ulf Dahl/Frank Peter
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Kiel

„Wir prüfen, ob das eine zielführende Lösung ist“, bestätigte David Ermes, Sprecher des Wissenschaftsministeriums. Es müsse aber noch genau geklärt werden, ob so eine Konstruktion rechtssicher sei.

Wie berichtet, muss das Ausschreibungsverfahren für die Neubesetzung des Präsidentenamts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wegen eines Formfehlers neu gestartet werden. Da die Amtszeit von CAU-Präsident Lutz Kipp und die seiner drei Stellvertreterinnen zum 1. Juni endet, müssen Universität und Ministerium eine gemeinsame Zwischenlösung finden. Das neue Bewerbungsverfahren kann frühestens im Herbst abgeschlossen werden.

Interne Besetzung bevorzugt

Die CAU hat bereits angedeutet, dass sie eine interne Besetzung für die Übergangsmonate bevorzugt. Das spricht für die Idee, die drei verwaltungserfahrenen Frauen über ihre eigentliche Amtszeit hinaus mit der Aufgabe zu betrauen. Weder Ilka Parchmann noch den Kolleginnen Anja Pistor-Hatam und Karin Schwarz werden zudem Ambitionen auf die Kipp-Nachfolge nachgesagt. Nach KN-Informationen wird auch geklärt, ob eine der drei als „Primus inter pares“ innerhalb eines Führungstrios aus formalen Gründen eine herausgehobene Stellung bekommen muss.

Ob jedoch eine der drei Vizepräsidentinnen federführend die Uni-Geschicke leitet oder als Triumvirat entschieden wird, ist Teil der Prüfung durch das Ministerium, sagte CAU-Sprecher Boris Pawlowski, der bestätigte, dass Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer eng mit dem Interims-Trio zusammenarbeiten soll. Im Gegensatz zum Präsidium läuft die Amtszeit der Kanzlerin nicht aus. Meyer ist bis 2023 gewählt. Zu den Aufgaben der neuen Führungsspitze zählt unter anderem die Berufung von Professoren.

Neue Findungskommission mit neuer Leitung

Am Mittwoch soll an der Universität die neue Findungskommission eingesetzt werden, die auf jeden Fall eine neue Leitung bekommt. Fest steht bereits jetzt: Die Geografin Natascha Oppelt wird nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie im Juni zu einer Forschungsreise mit dem Schiff „Polarstern“ aufbrechen wird.

Bekannt ist inzwischen auch, dass es in der alten Kommission in der vergangenen Woche Unstimmigkeiten über das weitere Vorgehen gab. Ein Teil der Kommissionsmitglieder wollte nach KN-Informationen am alten Bewerbungsverfahren festhalten. CAU-Sprecher Pawlowski wollte sich zu der Diskussion in der Findungskommission nicht äußern. „Es wurde Stillschweigen über die Gespräche vereinbart.“

Schnelle und rechtssichere Lösung

Pawlowski betonte, dass die Entscheidung zur Übergangszeit und zum neuen Findungsverfahren so schnell wie möglich getroffen werden soll. Gleichzeitig gelte es aber, gründlich zu arbeiten, damit die Universität rechtlich abgesichert ist und sich ein Verfahrensfehler nicht wiederholt.

Das neue Verfahren ist nötig geworden, weil die Universität in der alten Ausschreibung explizit nach einem Wissenschaftler gesucht hat, der das Amt übernehmen soll. Das war nach geltender Rechtsauffassung aber eine unzulässige Einschränkung des Bewerberkreises, weil beispielsweise Menschen aus der Wirtschaft oder der Verwaltung so von vornherein ausgeschlossen waren.

Von Steffen Müller und Kristian Blasel

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