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Kiel Unterstützen Salafisten Katharina K.?
Kiel Unterstützen Salafisten Katharina K.?
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12:49 27.02.2019
Von Jürgen Küppers
Katharina K. will das Niqab-Verbot nötigenfalls auch mit Hilfe von Anwälten durchsetzen. Da sich die Studentin nach wie vor nicht fotografieren lassen will, verwenden wir ein Symbol-Foto. Quelle: Peter Endig/dpa
Kiel

Katharina K. will durchsetzen, auch künftig eine Niqab (Schleier mit Augenschlitz) tragen zu dürfen. Die Uni hatte aber ein Niqab-Verbot verhängt. Sollte es in dem Streit keine Einigung geben, hatte Katharina K. gegenüber KN-online angekündigt, "notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht" zu ziehen, um die Wahrung ihre Grundrechte einzuklagen.

Verein wurde Ende 2017 von Konvertiten gegründet

Unterstützung bekommt die 21-Jährige dabei von der Föderalen Islamische Union, deren Köpfe laut dem Nachrichtenportal "T-online" aus der Salafistenszene kommen. Vorsitzender des Ende 2017 gegründeten Vereins sei Marcel Krass, der 1995 nach seinen Angaben einer der ersten Konvertiten im deutschsprachigen Raum war und Kontakt zu einem der Attentäter vom 11. September 2001 in New York hatte.

Krass und Vereinspräsident Dennis Rathkamp alias Abdul Malik stünden als Prediger in enger Verbindung mit Szenengrößen wie Pierre Vogel oder Sven Lau und der inzwischen verbotenen "Lies"-Bewegung.

Für separaten Schwimmunterricht und Vollverschleierung

Ihre Föderale Islamische Union gebe als Ziel an, für Rechte von Muslimen einzutreten und für separaten Schwimmunterricht an Schulen und gegen das Verbot der Vollverschleierung zu kämpfen.

Laut "T-online" sei Katharina K. auf die Föderale Islamische Union zugegangen. Deren Anwälte nähmen sich ihres Falles nun an. Der Verein setze sich "sehr stark für diskriminierte Muslime ein" und übernähme auch anfallende Kosten. 

Katharina K.: "Salafismus ist dämonisierter Begriff"

Der Verein und dessen Verantwortliche stehen laut "T-online" im Fokus verschiedener Verfassungsschutzämter, der niedersächsischen Verfassungsschutz ordne ihn zum Beispiel dem politischen Salafismus zu. 

Lesen Sie auch: Mehr Salafisten in Schleswig-Holstein

Diese Auffassung teilte die Studentin im Interview nicht. "Dazu herrscht eine Diskrepanz zwischen dem, was die Allgemeinheit unter dem dämonisierten Begriff Salafismus versteht und was Muslime darunter verstehen."

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