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Kiel Verdächtiges Marzipan an Kieler Schule
Kiel Verdächtiges Marzipan an Kieler Schule
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09:43 14.09.2016
Von Kristian Blasel
Die Reventlouschule an der Beselerallee: Per Mail wurde die Schulleitung in der Nacht zum Dienstag vor vergifteten Lebensmitteln gewarnt. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Darin ruft sie die Lehrerinnen und Lehrer dazu auf, auf „ungewöhnliche Vorkommnisse“ zu achten und gegebenenfalls Schulamt und Polizei zu benachrichtigen. Gleichzeitig empfiehlt Weber, die Schüler „kurz und unaufgeregt sachgemäß zu informieren“.

 Die Mail, die den Alarm ausgelöst hat, war in der Nacht zum Dienstag mit der Warnung vor vergifteten Lebensmitteln auf dem Schulhof an die Reventlou-Grundschule verschickt worden. Dort wurden dann tatsächlich Marzipanherzen gefunden, die nun vom Landeskriminalamt geprüft werden. Nach Informationen der Kieler Nachrichten war das Schreiben in einem äußerst fehlerhaften Deutsch verfasst worden.

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 Erste Schulen haben daraufhin am Dienstag auch die Elternschaft unmittelbar informiert. So werden beispielsweise Eltern von Kindern, die die Lernwerft besuchen, gebeten, „auch noch einmal mit ihrem Kind zu sprechen, ohne dabei Ängste zu wecken“. Wobei gleichzeitig an den gesunden Menschenverstand appelliert wird. „Normalerweise ist es ja so, dass die Kinder wissen, dass man nichts Essbares, was man irgendwo findet, einfach aufisst – auch dann nicht, wenn es verpackt ist“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern.

 Das Landeskriminalamt (LKA) bestätigte am Dienstag den mysteriösen Vorfall. Im Eingangsbereich der Reventlouschule sei von einem Mitarbeiter der Schule eine Marzipanschachtel gefunden worden, deren Klarsichtverpackung bereits entfernt war. Die Polizei wurde daraufhin umgehend informiert und die verdächtige Süßigkeit von Beamten sichergestellt. Das LKA nehme den Vorfall sehr ernst. Das Marzipan werde nun kriminaltechnisch untersucht. Nach Einschätzung von LKA-Sprecherin Jana Maring ist im Laufe des Mittwochs mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Dann soll zumindest klar sein, ob das Marzipan Gift enthält oder nicht. Auch die Polizeisprecherin rät den Schülern, unbekannte Lebensmittel grundsätzlich nicht anzufassen „und schon gar nicht zu verzehren“. Verdächtig seien vor allem Nahrungsmittel, die im Umfeld von Schulen auffällig platziert seien.

 Angaben zum Absender der Mail und dem genauen Inhalt des Schreibens lehnt das LKA mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen ab. Auch sei es für Spekulationen über Hintergründe und Motiv noch viel zu früh.

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