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Kiel Kiel bleibt dran an San Francisco
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07:11 09.02.2017
Von Martina Drexler
Das Symbol schlechthin: Die Golden Gate Bridge überspannt die schmale Enge, die die riesige San Francisco Bay mit dem Pazifik verbindet. Quelle: Cornelia Müller
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Kiel

Jetzt beschloss nicht nur die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DIWISH), dem Verein beizutreten, sondern auch die Stadt. Der Hauptausschuss folgte der Empfehlung von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) einstimmig. Damit gilt der nötige Ratsbeschluss am 16. Februar als sicher.

 Die Initialzündung, einen solchen Verein aus der Taufe zu heben, kam zwei Monate, nachdem die Oberbürgermeister von Kiel und San Francisco eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit beider Küstenstädte unterzeichnet hatten. Unter den 24 Gründungsmitgliedern sind unter anderem das Land Schleswig-Holstein, die Universität und die Fachhochschule Kiel sowie die Industrie- und Handelskammern Kiel und Flensburg. Bereits im Dezember 2015 hatte sich auf US-Seite eine Organisation mit vergleichbaren Zielen gegründet. Die kalifornische Stadt (800000 Einwohner) hat bisher noch keine Partnerschaft zu einer deutschen Stadt.

 Die digitale Wirtschaft in Schleswig-Holstein, die mittlerweile mehr als 13500 Unternehmen (7,35 Prozent aller gemeldeten Unternehmen) erfasst, hat nach Ansicht von DIWISH-Vorstand Sören Mohr „das Potenzial, in den nächsten 15 Jahren zu den drei stärksten Branchen im Land zu gehören“. Durch die Mitgliedschaft soll der Austausch mit Unternehmen und Start-ups aus dem Silicon Valley erleichtert werden. Mohr ist überzeugt: „Das Beziehungsgeflecht innerhalb der Bay Areas wird dafür eine starke Triebfeder sein.“ Die Bedeutung der digitalen Wirtschaft für den Brückenschlag in die kalifornische Metropolregion unterstreicht auch „The Bay Areas e.V.“-Vorstand Axel Schulz: Die digitale Wirtschaft werde ein wichtiger Impulsgeber für die Vereinsarbeit sein.

 Kiel und San Francisco? Eine Art Partnerschaft könnte zwar eine gute Idee sein, meinte Dr. Burton Lee, Dozent für European Entrepreneurship and Innovation an der kalifornischen Stanford University jüngst am Rande einer Veranstaltung in Kiel. Aber nur dann, wenn sie mit Leben gefüllt werde und die Metropolregion San Francisco anhand konkreter Zielbeschreibungen und ernsthafter Angebote aus Schleswig-Holstein den Nutzen einer solchen Kooperation für sich erkennen könne.

 Kämpfer macht sich für den Vereinseintritt auch als Wirtschaftsdezernent stark: Die Stadt Kiel wolle der wachsenden internationalen Konkurrenz begegnen, indem sie den Wissensaustausch mit internationalen Partnern ermögliche, die überregionale Sichtbarkeit des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes erhöhe und die Kieler Interessen auf allen Ebenen vertrete. Den mit San Francisco angestrebten Austausch, insbesondere auf den Gebieten von Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik und Sport, könne der Verein als lebendiges Netzwerk fördern.

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