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Kiel Kitas in Kiel setzen auf Warnwesten
Kiel Kitas in Kiel setzen auf Warnwesten
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08:00 16.05.2019
Von Steffen Müller
Das Fehlen des zweijährigen Salih fiel den Erziehern erst nach der Rückkehr aus dem Schrevenpark in die Kita auf. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Verpflichtend sind gelbe Warnwesten nicht, in vielen Kitas gehören sie dennoch zum Standard. Etwa bei den Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), zu denen sich der Fall des zweijährigen Salih schnell herumgesprochen hat. Beim ASB trägt bei Ausflügen jedes Kind eine Warnweste, die mit Stempeln mit dem Namen der Einrichtung versehen sind. 

Warnwesten sind Pflicht in städtischen Kitas

Auch bei sämtlichen städtischen Kitas ist das Tragen von Warnwesten Pflicht. Wie genau ein Ausflug abläuft und wie viele Betreuungspersonen mitkommen, wird bei den städtischen Einrichtungen stets in Absprache zwischen Kita-Leitung und Erziehern besprochen. Wie viele Begleiter an einem Ausflug teilnehmen, lässt sich pauschal nicht sagen. Entscheidend hierbei sind die Entfernung, mögliche Gefährdungen, Alter und Größe der Gruppe. Voraussetzung ist, dass der Betreuungsschlüssel für Krippen, Elementargruppen und Horte bei Ausflügen mindestens eingehalten wird.

Mehr Begleitpersonen als gesetzlich vorgeschrieben

In vielen Kitas ist es allerdings üblich, dass mehr Personen eine Gruppe begleiten als gesetzlich vorgeschrieben. Monika Clausing, Geschäftsführerin vom Verein Pädiko, der in Kiel 15 Einrichtungen betreibt, berichtet, dass in den Pädiko-Betrieben bei Gruppen ab zehn Kindern drei Betreuer mit auf den Ausflug gehen. Vorschrift sei dabei stets, dass eine der Aufsichtspersonen immer hinter den Kindern gehe und sie im Blick behält. „Die Kinder dürfen nicht einfach nach links und rechts rennen.“

Zuständigkeiten müssen vorher geklärt sein

Die Kieler DRK-Kindertagesstätten regeln die Abläufe ihrer pädagogischen Arbeit unter anderem über ein Qualitäts-Handbuch, in dem die Arbeitsprozesse beschrieben sind, berichtet Christoph Roese, stellvertretender Leiter der Kita Blocksberg. Dass die Aufsichtspflicht bei Ausflügen auch eingehalten wird, will das DRK über ein hohes Maß an Kommunikation unter den Erziehern erreichen. Die Zuständigkeiten, etwa wer die Gruppe führt, wer hinten aufpasst, werden vor Beginn der Tour geklärt. Das Handbuch schreibt den DRK-Angestellten auch mehrmaliges Nachzählen der Kinder vor. Wichtig ist dem DRK die Kommunikation mit allen Beteiligten. „Die Regeln für den jeweiligen Ausflug werden mit den Kindern vor Beginn jeden Ausflugs thematisiert.“ 

Eine Warnwesten-Pflicht gibt es beim DRK nicht. Ob die Kinder eine Weste tragen, hängt unter anderem von den Lichtverhältnissen, der Wetterlage, der Verkehrssicherheit und dem Ziel des Ausflugs ab, berichtet der Träger. Beim UKSH, das die Erzieher mittlerweile entlassen hat, waren Warnwesten bislang nicht vorgeschrieben. Ab sofort wird sich das aber ändern, teilte Sprecher Oliver Grieve mit. 

Mehr zum Thema: Leser reagieren mit Unverständnis

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