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Kiel Vertrag für Eiderbad wird verlängert
Kiel Vertrag für Eiderbad wird verlängert
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08:00 19.09.2012
Bevor es friert, versenken Jürgen Rath (li.) und Eugen Barz Eispolster im Wasser. Diese sollen verhindern, dass der Beton Schaden nimmt. Quelle: Schaller
Kiel

„Für die Bürgerinnen und Bürger in Hammer bedeutet dies, dass der Stadtteil als Naherholungsgebiet weiterhin attraktiv bleibt“, freut sich der örtliche CDU-Ratsherr Michael Frey. An guten Tagen zählt das Bad bis zu 1000 Gäste – „allerdings gab es davon in diesem Jahr höchstens zwölf“, stellt Betriebsleiter Bernd Huck fest.

Isgesamt zählte man 2012 etwa 9400 Besucher. Die Anlage mit ihrem 15 mal 30 Meter großen Schwimmbecken und dem zehn mal zehn Meter großen Planschbecken sei vor allem bei den jungen Kielern beliebt. Zuletzt war das Becken 1991 saniert worden, und seit zwei Jahren stellen die Mitarbeiter fest, dass sich allmählich immer mehr Folie vom Untergrund ablöst. „Da drüben kann man es gut erkennen“, sagt Bernd Huck und weist auf den Beckenrand hin. In der Schwallrinne hat sich das Gewebe bereits gewölbt, Wasser kann in den Beton eindringen. „Inzwischen ist leider auch der Boden großflächig betroffen.“ Bis zur nächsten Saison soll die Beckenfolie für 100000 Euro erneuert werden. Die Kosten werden anteilig von beiden Partnern getragen.

Anfang September beendete das Eiderbad seine Saison – das Wasser wird einzig von der Sonne beheizt und wäre inzwischen mit 16 Grad den meisten Gästen für ein Bad zu frisch. „Unsere Mitarbeiter betrachten die Schließung stets mit einem weinenden Auge“, sagt Sönke Lintzen von der Stiftung Drachensee.

Die Identifikation sei hoch. Neun Menschen mit geistiger, seelischer oder körperlicher Behinderung sind hier während der Saison in Vollzeit beschäftigt – sie verrichten ihren Dienst an der Kasse, übernehmen die Wasseraufsicht, helfen im Imbiss, pflegen die Grünflächen, bauen eine neue Sandkiste oder streichen die Holzhäuser neu.

Damit ist das Eiderbad fast beiläufig ein Ort der Inklusion, an dem die Mitarbeiter selbstverständlich am öffentlichen Leben außerhalb ihrer Werkstatt teilhaben. „Es ist wirklich ein tolles Projekt“, sagt Lintzen. „Umso schöner finden wir es, dass wir die Partnerschaft mit der Stadt fortsetzen können.“

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