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Kiel Mutmaßlicher Schleuser vor Gericht
Kiel Mutmaßlicher Schleuser vor Gericht
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10:22 12.09.2018
Beginn des Prozesses gegen einen Iraker wegen Einschleusens mit Todesfolge am Landgericht in Kiel. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, für ihren Tod mitverantwortlich zu sein. Für das Schleusen habe er einen fünfstelligen Euro-Betrag kassiert. Das mit mehreren hundert Menschen völlig überladene Holzboot sank der Anklage zufolge bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland vor der türkischen Küste.

Dem Angeklagten droht eine Mindeststrafe von drei Jahren Gefängnis wegen Einschleusens mit Todesfolge. Sein Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn: «Der Angeklagte wird sich zunächst bestreitend, aber schweigend verteidigen».

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Sieben Verhandlungstage sind angesetzt

Das Gericht wollte am ersten Prozesstag noch eine Beamtin der Bundespolizei hören. Der in Bagdad geborene 28-Jährige kam Ende 2015 nach Deutschland und beantragte Asyl. Er lebte mit Frau und Kindern in Schleswig-Holstein. Im Oktober 2017 wurde er in Strande bei Kiel festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bis Ende Oktober sieben Verhandlungstage angesetzt.

Von dpa

Frank Behling 12.09.2018
Franziska Martin 12.09.2018
Martina Drexler 12.09.2018