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Kiel So sehen junge US-Architekten Kiel 2050
Kiel So sehen junge US-Architekten Kiel 2050
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16:26 06.08.2018
Von Jürgen Küppers
Kühner Blick in die Zukunft: Ein gewaltiges Zeltdach überspannt den Berliner Platz, der jetzt wie eine Plaza den Mittelpunkt der City markiert. 2050 ist nach Einschätzung der Planer auch genug Platz dafür. Denn Leik und Nordlicht-Geschäftshaus sind dann längst abgerissen, weil sie sich nicht mehr rentierten. Passanten könnten dann über den Bootshafen und eine begrünte Rampe, unter der der Verkehr fließt (rechts), direkt an die Förde gelangen. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Dann kämen Fußgänger vom Schloss oder Bootshafen von Autos unbehelligt an die Förde, Parkplätze vor Ostsee- oder Schwedenkai verstecken sich unter riesigen begrünten Rampen, den Berliner Platz überwölbt ein gewaltiges Zeltdach.

Innerhalb von zwei Wochen haben Caleb Vick, David Walczyk, Landon Vowels und Samantha Sheppard, Absolventen der US-Elite Uni Illionois Institute of Technology (IIT), diese Vision einer attraktiven, modernen Stadt am Meer nach intensiven Recherchen im Rahmen eines Stipendiums in Kiel entwickelt. Jetzt soll der kühne Blick in die Zukunft auch die Fantasie der Planer im Rathaus für die Entwicklungspotenziale der Landeshauptstadt beflügeln.

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Erst recherchiert, dann gezeichnet

Den Blick von außen auf diese Potenziale haben sich die US-amerikanischen Nachwuchs-Architekten hart erarbeitet. Sie erkundeten jeden Winkel der Innenstadt, zeichneten, fotografierten, recherchierten Geschichte und Stadtentwicklung Kiels vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Sie trugen Wirtschafts- und Sozialdaten zusammen, zogen auf Basis dieser Daten ihre Schlüsse für eine Innenstadtentwicklung bis zum Jahr 2050. Heraus kamen dabei vier Entwürfe für die Bereiche Schwedenkai, Berliner Platz, Schloss/Ostseekai sowie das Areal zwischen Alter Markt und Wall.

Die Entwürfe werden im Rathaus vorgestellt

In einem zweistündigen Vortrag haben die Stipendiaten ihre Ideen zwar erstmals einem Expertenkreis aus Denkmalschützern, Immobilienfachleuten und Architekten präsentiert. Doch Stadtplaner aus dem Rathaus waren leider nicht dabei. Das soll sich noch ändern.

Baudezernentin Doris Grondke bedauerte inzwischen, bei der Präsentation verhindert gewesen zu sein. Nach ihrem Urlaub werde sie aber die Arbeiten der jungen Architekten am 11. September im Beirat für Stadtgestaltung vorstellen lassen, „um sie ausreichend zu würdigen“.

So stellen sich die jungen US-Architekten die Kieler Altstadt in 32 Jahren vor.
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