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Kiel Hohes Niveau bei der Software-Challenge
Kiel Hohes Niveau bei der Software-Challenge
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08:00 09.06.2019
Von Karin Jordt
Prof Manfred Schimmler, Initiator der Software-Challenge an der Uni Kiel, und Koordinatorin Ulrike Pollakowski hoffen, dass weitere Sponsoren den Programmierwettbewerb unterstützen und damit geeigneter Nachwuchs für das Informatikstudium gefunden wird. Quelle: Karin Jordt
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Kiel

Die Programme der Finalisten werden live am Freitag, 14. Juni, 14 Uhr, im Citti-Park am Mühlendamm gegeneinander antreten.

Die Sieger können nicht nur einen riesigen Wanderpokal und Sachpreise mitnehmen. Besonders engagierte Jugendliche erhalten auch Stipendien für ein Informatikstudium in Kiel oder Wedel – unabhängig von der Platzierung der eigenen Schule. Außerdem wird der „Best Teacher Award“ vergeben für eine Lehrkraft, die das Fach Informatik an Schulen gefördert hat. 59 Gruppen mit 235 Mädchen und Jungen aus Oberstufen in ganz Deutschland hatten sich zu Beginn des Schuljahrs für den Wettbewerb angemeldet und – unterstützt von wissenschaftlichen Hilfskräften – getüftelt, was das Zeug hielt. Aufgabe war es, einen Computerspieler zu programmieren, der dann eigenständig gegen ein anderes Programm antreten kann. „Piranhas“ heißt das diesjährige Brettspiel, bei dem zwei Mannschaften jeweils gleichfarbige Fische auf einem Spielfeld zu Schwärmen zusammenbringen müssen. Auch Teams von der Kieler Max-Planck-Schule, vom Ernst-Barlach-Gymnasium, vom RBZ Wirtschaft (Regionales Berufsbildungszentrum Kiel) und von der Heinrich-Heine-Schule Heikendorf waren vielversprechend gestartet, schafften es aber in den bisherigen Online-Wettkämpfen nicht bis in die Endrunde.

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Freude über hohes Niveau bei der Software-Challenge

„Das Niveau ist diesmal enorm hoch“, freut sich Prof. Manfred Schimmler, Initiator des Wettbewerbs im Institut für Informatik an der Kieler Uni. „Man kann als Mensch nicht mehr gegen die Programme gewinnen“, stellt er fest. Seit die Software-Challenge 2004 startete, ist der Wettbewerb zu einem Erfolgsmodell geworden, um Informatik schulkompatibel zu machen. Da Nachwuchsprogrammierer Stipendien gewinnen können, holt sich das Institut für Informatik außerdem geeignete Studienanfänger aus ganz Deutschland an die Kieler Uni. „Der Wettbewerb ist ein guter Filter, um zu sehen, ob das Fach für jemanden passt“, findet Prof. Schimmler. Während die Abbrecherquote bei der Informatik insgesamt sehr hoch sei, „haben von 186 Stipendiaten 180 das Studium erfolgreich abgeschlossen“, berichtet er. „Der weitere Weg ist dann ganz unterschiedlich und führt in die Industrie, in ein Start-up oder zur Promotion“, erzählt Koordinatorin Ulrike Pollakowski.

Computerfachleute werden gebraucht

Fest steht, dass nicht nur die die Wirtschaft Computerfachleute braucht. Informatik ist kein Modetrend, sondern eine Strukturwissenschaft zur systematischen Verarbeitung und Speicherung von Information, die die Gesellschaft in vielen Bereichen betrifft und verändert. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. „Die Fragestellungen der Informatik sind gesellschaftlich relevant“, sagt Prof. Schimmler und fordert, Informatik als Pflichtfach in der Mittelstufe der Schulen anzubieten: „Wenn wir an allen Schulen gute Informatiklehrer hätten, wären wir ein gutes Stück weiter.“ Die heutigen Software-Challenge-Tüftler sind die Studierenden und Arbeitskräfte von morgen. Daher wird der 66-Jährige, der eigentlich nun im Ruhestand ist, nicht müde, weitere Unternehmen als Sponsoren zu suchen und mit ins Boot zu holen, um die Kosten für die Stipendien und den Wettbewerb zu stemmen. Größter Sponsor ist die Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung. Das Land ist in diesem Jahr mit einer Fördersumme von 5000 Euro dabei, weitere Firmen unterstützen das Projekt. Schließlich sind sie es auch, die in einigen Jahren von gut ausgebildetem Nachwuchs profitieren werden. Neuer Ansprechpartner an der Uni Kiel ist Prof. Andreas Mühling, Schwerpunkt Didaktik der Informatik. Welche Aufgabe bei der Software-Challenge im kommenden Schuljahr zu lösen ist, wird am 14. Juni beim Finale im Citti-Park bekanntgegeben.

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