Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Die zentralen Fragen zur Digitalen Woche
Kiel Die zentralen Fragen zur Digitalen Woche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:30 04.09.2019
Von Niklas Wieczorek
Ist das alles durchschaubar? Am Sonnabend startet die Digitale Woche in Kiel. Aber wer muss da hin? Quelle: Sven Janssen (Symbol)
Kiel

Nein, die Digitale Woche Kiel ist keine virtuelle Kieler Woche: Acht Tage lang bis zum 14. September wird nicht (nur) gefeiert, sondern an der Digitalisierung gearbeitet. Das Ziel? Für Einsteiger, Skeptiker und Zweifler: Digitalisierung verständlich und Vorteile sichtbar machen, aber auch Gefahren aufzeigen. Für Experten: Austauschen, Vernetzen, Aufmotzen. "Eine Woche lernen wir an vielen Orten in der Stadt, was Digitalisierung ganz konkret bedeuten kann", sagt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Die Besucher sollen verstehen, "welches Wissen wir brauchen, um den digitalen Wandel für unsere Stadt nutzen zu können".


1. Digitale Woche: Muss ich da hin?

Die Veranstalter würden sicherlich stets antworten: Ja. Auf der Digitalen Woche gibt es ein breites Angebot, insgesamt 300 Veranstaltungen, trotz Zusammenarbeiten einiger Veranstalter deutlich mehr als in den Vorjahren. "Es wird eine Herausforderung, einen nachhaltigen Verständnis-Impuls zu erzeugen", sagt Cheforganisatorin Kathrin Reinicke. Egal ob Neuling oder Nerd. Es gibt Fachkonferenzen, aber auch Einstiegsmöglichkeiten – nicht nur virtuell, sondern an mehreren realen Orten der Stadt.

2. Wo läuft denn der digitale Datenfluss?

Die Digitale Woche hat vier zentrale Orte ausgegeben, an denen es mehr als einmal pulsieren soll: Bürgernah gibt sich die Diwokiel-Area an der nördlichen Kiellinie, die ab dem 7. September zudem autofrei sein soll. "Hier werden viele Digitalisierung ganz neu verstehen", sagt Reinicke. Die Kieler Hochschulen präsentieren sich und ihre digitalen Schwerpunkte an der Seeburg. In der Landesbibliothek im Sartori-und-Berger-Speicher geht es kritisch zu: Digitale Auszeit und Datenkraken, aber auch die Zukunft der Arbeit sind die Themen. Im Wissenschaftszentrum unweit der Uni treffen sich Spezialisten und diskutieren, aber gerne auch mit Laien.

3. Was sind die Themen?

Grundsätzlich geht es um alles, was mit Digitalisierung zu tun hat oder haben kann – und schließlich lässt sich wiederum alles durch die digitale Brille betrachten. Virtual Reality ist nur ein Thema. So geht es um künstliche Intelligenz, wo sie uns Vorteile bringt oder Gefahren lauern. E-Sport ist dieses Jahr ein noch größerer Faktor als in den beiden Vorjahren, und Roboter werden auf vielen Veranstaltungen als deutlich sichtbare Vision der Digitalisierung dienen.

Unter dem Überbegriff Smart City geht es um schnellen Datenaustausch, und wie er unsere Stadt Kiel lebenswerter machen kann, mit aktuellen Verkehrsdaten beispielsweise, die uns Umwege weisen? Wo wir schon dabei sind: An der Kiellinie und als großer Schwerpunkt generell ist die Mobilität von morgen im Fokus. Angefangen beim kleinen E-Scooter-Test fragen sich alle: Wann fährt die erste autonome Fähre über die Förde? "Wir werden vor Ort gemeinsam diskutieren, welche Mobilitätswende wir uns für Kiel wünschen", kündigt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer eine Kampagne an.

4. Wer kommt: Welche großen Namen gibt es?

Kämpfer wird in der Landeshauptstadt Vertreter aus Kiels Partnerstädten begrüßen, die Kiel in einigen digitalen Schritten voraus sind, beispielsweise zur Smart-City-Konferenz (11. September). Auch namhafte Firmen wie Microsoft oder Google machen um die Landeshauptstadt keinen Bogen (mehr).

Große politische Namen fallen in den Ankündigungen auch: Von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (13. September), über Landes-Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht (11. September) oder SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (8. September). Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat für die Eröffnung allerdings abgesagt.

Zur offiziellen Feierlichkeit am Sonnabend, 7. September, 18.30 Uhr im RBZ Wirtschaft hält Tijen Onaran, Gründerin des Netzwerks "Global Digital Women" die Impulsrede "Digitaler Wandel mit Vielfalt". Kennen Sie nicht? Dann googeln Sie mal. "Wir bekommen mittlerweile Veranstaltungen und Redner, die wir vor drei Jahren noch nicht bekommen hätten", frohlockte Kämpfer zur Programm-Vorstellung.

5. Schon zum dritten Mal: Was gibt es Neues?

Jedes Jahr gibt es mehr Veranstaltungen zur Digitalen Woche: Aber ist manchmal nicht weniger mehr? Das wird zumindest an den Veranstaltungsorten dieses Jahr deutlich. Die alte Hauptpost, wo 2018 gefährlich wenig los war, und das Camp 24/7 sind verschwunden, dafür geht es jetzt an die Kiellinie und zur Landesbibliothek. Neu ist auch der doppelte Auftakt am Sonnabend: Bürgernah an der Kiellinie und feierlich im RBZ Wirtschaft. Sie mussten Tijen Onaran googeln? Dann gehen Sie vielleicht lieber zur Kiellinie.

6. Und was sind die Höhepunkte?

Das kann, wie so häufig, nur jeder Besucher für sich beantworten: Das Angebot ist reichhaltig. Nach dem großen Auftakt am 7. September könnte die Smart-City-Konferenz am 11. September, die Sider-Konferenz für "wild forschende Studenten", so Frank Jacobs von der Muthesius, am 13. und 14. September einen Besuch wert sein oder die gleichzeitige Spieleentwickler-Tagung "Baltic Dev Days" Interessierte anlocken.

Wie wäre es mit einem Trainingscamp im Fußball-Videospiel Fifa 20 (14. September)? Ab Freitag ist die Digitale Woche bereits mit einer Lego-Smart-City im Citti-Park sichtbar. Ein "Philosophischer Abend zur Künstlichen Intelligenz" steigt am Sonntag in der Lille-Brauerei, der "Ocean Playground" lockt vom 11. bis 14. September in die Halle 400. Kathrin Reinicke jedenfalls könnte sich nicht entscheiden.

Das vollständige Programm

Das Programm finden Sie hier. Einige Veranstaltungen sind allerdings schon ausgebucht.

Weitere Nachrichten aus Kiel finden Sie hier.

Kiel Forschungstaucherin Studentenjob unter Wasser

„In einem Munitionsfeld zu tauchen, das ist schon spektakulär “, sagt Tanja Pagel. Sie hat sich am Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Forschungstaucherin ausbilden lassen – und hat seitdem „einen der coolsten Nebenjobs, die man als Student haben kann“.

Katharina Horban 04.09.2019

Lübeck hat beim Stadtradeln 2019 vorgelegt: 2276 Radfahrer in 68 Teams radelten dort zwischen Mitte Mai und Anfang Juni 373173 Kilometer. Wären sie die Strecke mit Autos gefahren, hätten sie 53 Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen.

Thomas Eisenkrätzer 04.09.2019
Kiel Wohngipfel im Rathaus Der Kieler Wohnungsbaufrieden

Neuen Schwung auf dem Kieler Wohnungsmarkt verspricht Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). "Die vergangenen Jahre können nicht der Maßstab sein", sagte Kämpfer nach einem Wohnungsbaugipfel mit Andreas Breitner (Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen) und Vorständen von Wohnungsunternehmen.

Michael Kluth 04.09.2019