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Kiel Rückblick auf den Kanalbau
Kiel Rückblick auf den Kanalbau
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07:00 05.03.2015
Von Thomas Lange
Bau des Nord-Ostsee-Kanals: Die Abbildung zeigt die inzwischen abgerissene Grünthaler Hochbrücke, gezeichnet „nach der Natur“ von Fritz Stoltenberg. Quelle: kn-online
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Kiel

„Im Kopfe eines Hamburger Kaufmann spukte wieder einmal der Gedanke, die Nordsee mit der Ostsee zu verbinden.“ So abwegig, wie die „Ostseezeitung“ es 1878 nach der Veröffentlichung der Kanalpläne des Hamburger Reeders Hermann Dahlström darzustellen versuchte, war der Gedanke nicht. Schließlich gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert 15 ernsthafte Pläne für den Bau eines Nord-Ostsee-Kanals. Und Dahlströms Initiative war es, die zur Bauentscheidung führte – letztlich auch deswegen, weil er neben dem wirtschaftlichen auch den militärischen Nutzen des Kanals herausgestellt hatte.

Über den „Bau des Nord-Ostsee-Kanals bis zur Taufe 1895“ berichtet am Donnerstag Uwe Steinhoff in Kiel. Seine Bilder dokumentieren, wie neben der reinen Menschenkraft auch speziell für den Kanalbau entwickelte Eimerkettenbagger und Lorenbahnen zum Transport des Aushubs eingesetzt wurden. Fotos von der Grundsteinlegung am 3. Juni 1887, die Kaiser Wilhelm I. vornahm, werden gezeigt und wie in der Bauphase von 1887 bis 1895 bis zu 8000 Menschen am Kanalbau beteiligt waren. Rund 80 Millionen Kubikmeter Erdreich wurden bewegt. Die veranschlagte Bausumme von 156 Millionen Mark, die nicht überschritten wurde, finanzierte Deutschland mit der Schaumweinsteuer. 

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5. März, 16 Uhr: Kultur- und Begegnungsstätte, Waldhof, Rönner Weg 75, Kiel. Eintritt frei, Spende erbeten. Infos Tel. 0431/7801-180.