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Kiel Bei einem Brand immer im Film
Kiel Bei einem Brand immer im Film
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07:00 13.02.2018
Von Niklas Wieczorek
Für Durchblick bei „Nullsicht“: Brandmeister Jens Kramann zeigt eine etwa 20 Zentimeter große Wärmebildkamera der Kieler Berufsfeuerwehr. Quelle: Frank Peter
Kiel

„Die Kamera ist keine Besonderheit mehr“, sagt Michael Krohn, Sprecher der Kieler Berufsfeuerwehr. Sechs der Geräte haben die Retter aktuell im Einsatz, zwei auf Löschfahrzeugen der Hauptwache am Westring, zwei auf der Ostwache, eine im Gerätewagen Atemschutz und eine auf dem Schulfahrzeug. Gerade wurde nachgelegt: Zwei neue Kameras wurden gekauft, die das Modell im Gerätewagen ersetzen und die Schule bereichern sollen.

Wann werden die Kameras eingesetzt? Ist bei einem Notruf von Flammen oder Vermissten die Rede, ist den Experten sofort klar: „Der Fahrzeugführer reicht die Kamera dem Angreiftrupp“, sagt Krohn. Einer der ersten Feuerwehrleute am Brandort hakt die etwa 20 Zentimeter hohe Kamera an der Atemschutzhalterung ein. Brandmeister Jens Kramann demonstriert das Einschalten mit einem einfachen Knopfdruck: „Beim Reingehen können die Kollegen sofort prüfen, ob noch eine Person im Raum ist“, beschreibt Michael Krohn die Funktion des Hilfsmittels.

Die Kamera sendet Infrarot und spielt das Bild direkt auf den Monitor aus: Kramann zeigt den Sucher auf dem Bildschirm, daneben taucht auf einer Skala die gemessene Raumtemperatur auf. Als Kramann den Sucher auf Krohn richtet, zeichnet sich dessen Silhouette aufgrund der höheren Körpertemperatur sofort ab. „Die Menschenrettung steht immer an erster Stelle“, sagt Krohn. „Dafür ist die Wärmebildkamera ein extrem wichtiges Hilfsmittel.“ Kramann verdeutlicht: Die Kamera unterstützt dann, „wenn man von einer Nullsicht spricht“. Feuerwehrleute müssen sich vortasten und können dank der Kamera zielgerichteter arbeiten.

Durchschnittlich 56 Prozent schneller könne die Feuerwehr durch die moderne Technik Personen an einem Brandort auffinden, zitiert Krohn eine Studie: „Alle Kollegen sind begeistert.“ Die Kamera wird auch zum Lokalisieren von Brandherden genutzt. So ließe sich ein Löscheinsatz besser planen – gerade an schwer zugänglichen Orten, sagt Krohn. Und: Ist ein Feuer scheinbar gelöscht, kann die Kamera nachprüfen, ob noch Schwelbrände oder Glutnester vorhanden sind.

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