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Kiel Platz an der Werftbahn wird geräumt
Kiel Platz an der Werftbahn wird geräumt
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10:00 29.03.2019
Von Niklas Wieczorek
Die Wagengruppe Schlagloch muss ihren Standort an der Werftbahnstraße bis Mitte April räumen. Ihr neues Ziel ist unbekannt. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel-Gaarden

„Wir sind der Meinung, dass der Stadtteil Gaarden – und auch Kiel im Allgemeinen – ganz andere Dinge braucht als ein Vier-Sterne-Hotel“, erklärte die Wagengruppe. Und weiter: „Wir stellen uns deswegen ganz klar gegen einen solchen Ausverkauf städtischer Flächen und fordern, dass die Stadt mehr Verantwortung für den mangelnden (bezahlbaren) Wohnraum übernimmt und zum Beispiel den städtischen sozialen Wohnungsbau ernsthaft vorantreibt!“

Aktivisten machen sich keine Illusionen

Zwar machen die Aktivisten auch deutlich, dass sie über die Zusage, bis zum 15. April an dieser Stelle überwintern zu können, sehr froh gewesen seien. „In der Vergangenheit haben wir der Stadt Kiel oft vorgeschlagen, dass Brachflächen als Wagenplatz gut geeignet sind. Hier in der Werftbahnstraße hat sich gezeigt, dass eine Zwischennutzung eine einfach umsetzbare Möglichkeit ist.“ Doch angesichts des anstehenden Baus resigniere man: „Wir machen uns keine Illusionen: Mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, können wir dieses millionenschwere Projekt nicht verhindern.“

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Als Protestaktion und Abschied planen die Wagenbewohner daher nun ein Straßenfest am Sonntag, 7. April, ab 14 Uhr. „Es soll unter anderem gemeinsam unser ganz eigener ,Hochhausturm’ gebaut werden“, heißt es in der Ankündigung. „Außerdem wird es Kaffee und Kuchen, eine Bar, Kinderprogramm, Musik und vieles mehr geben.“

Das neue Ziel der Wagengruppe ist unbekannt

Wohin es dann in der Folge für die Wagengruppe geht, wollte diese vorab nicht verraten. Es fehle der „politische Wille, alternative Wohnformen in Kiel zu ermöglichen“, sagen die Aktivisten. Nach der jüngsten politischen Debatte über die Wagengruppe im Ortsbeirat Gaarden hatte sich vielmehr die CDU-Ratsfraktion noch einmal gemeldet: „Wir haben kein Verständnis dafür, dass über das Büro des Oberbürgermeisters Dr. Kämpfer (SPD) 40 verschiedene Standorte für eine illegal agierende Gruppierung, die sich nicht an Absprachen hält, geprüft werden“, sagte Ratsfrau Madina Assaeva. Gleichzeitig blieben andere Aufgaben der Verwaltung liegen.

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