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Kiel Neue Unruhe um Wagengruppe
Kiel Neue Unruhe um Wagengruppe
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07:02 03.05.2018
Von Niklas Wieczorek
Hier hin oder nicht? Zu einer angekündigten Besetzung an der Hörn durch die Wagengruppe Schlagloch gab es bisher nur von der Stadt eine klare Aussage. Quelle: Frank Peter
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Kiel

"Nach der Erklärung der Wagengruppe im Kooperationsgespräch zwischen dem Beantragenden der Demonstration, Mitgliedern der Wagengruppe und Vertretern von Ordnungsamt und Polizei am heutigen Tag ist keine Besetzung eines Bereichs im obengenannten Areal (zwischen Gaardener Ring und Hörn, d.Red.) geplant", erklärte die städtische Pressestelle am Mittwochnachmittag. Die Wagengruppe war bis zum Abend nicht mehr erreichbar.

Die Stadt reagierte überrascht auf die Ankündigung

Für die Stadt war die Demo-Ankündigung der Aktivisten offenbar überraschend gekommen. "Zieht mit uns an die Hörn und verwirklicht einen Wagenplatz mit eigenem Jachtanleger und Sieben-Sterne-Küche für alle!", hatten sie mitgeteilt. "Für mehr Wagenplätze mit Hafenblick in bester Lage – heute die Hörn in Kiel und morgen die ganze Welt!" Mit der Besetzung wolle man auf den Bedarf für stadtnahen und bezahlbaren Wohnraum für alle hinweisen.

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Null Verständnis, stattdessen herbe Kritik kam dazu von der Kieler CDU, Zustimmung dagegen von der Linken – Oberbürgermeister Ulf Kämpfer setzt jetzt auf die klare Absprache: "Sollte die Wagengruppe eigenmächtig Flächen besetzen, würde die Stadt die Gespräche abbrechen und sämtliche Bemühungen, alternative Stellplätze zu suchen, einstellen. Die abschließende Entscheidung über das weitere Vorgehen obliegt allerdings der Ratsversammlung."

Im vergangenen Jahr hatte die Besetzung einer Möbel-Kraft-Ausgleichsfläche durch die  Wagengruppe Schlagloch zunächst für Aufsehen gesorgt. Nach einer Räumung einigten die Aktivisten sich schließlich mit dem Büro des Oberbürgermeisters auf einen vorübergehenden Platz in Wellsee. Laut Stadt gab es bisher keinen möglichen Ausweichplatz, die Gruppe dürfe aber zunächst in Wellsee bleiben.

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