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Kiel Kiel duldet hier keine Reiter mehr
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19:30 13.03.2019
Von Martin Geist
Neues Verbotsschild: Am Wanderweg an der Suchsdorfer Au haben Reiter nichts zu suchen. Quelle: Martin Geist
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Kiel

Gerade in regenreichen Zeiten sind Wege, die weder gepflastert noch asphaltiert sind, besonders anfällig. Das zeigt sich am Wanderweg an der Suchsdorfer Au, wo Hufabdrücke deutliche Spuren und vor allem Unebenheiten hinterlassen haben. Mehr noch: Wie Ortsbeiratsvorsitzender Paul Stamp (SPD) am Dienstagabend in der Sitzung der Stadtteilvertretung berichtete, gab es zuletzt Beschwerden, weil Reiter viel zu rasant durch die Au galoppierten. Was die Schäden einerseits besonders groß machte und andererseits arglose Fußgänger in Angst und Schrecken versetzte.

Ansammlung von Pferdeäpfeln

Letzteres findet wiederum der Ortsbeirat nicht lustig, denn betroffen ist auch ein Teil des Wanderwegs, der im Bereich des Nienbrügger Wegs zugleich Schulweg für die Suchsdorfer Grundschulkinder ist. „Die Schulwegsicherheit geht vor“, brachte es Paul Stamp auf den Punkt. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung verkündete er: „Es werden dort keine Pferde mehr geduldet.“ Was zudem aus seiner Sicht und der seiner Kollegen insofern angebracht ist, als bisher immer wieder beträchtliche Ansammlungen von Pferdeäpfeln in unmittelbarer Nähe der Schule für Naserümpfen sorgten.

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Rechtslage soll mit Schildern verdeutlicht werden

All das hat nun dazu geführt, dass die Stadt ein Reitverbot verhängte. Wobei sie es genaugenommen nur bekräftigte, denn tatsächlich ist das Reiten nach Stamps Recherchen überall dort verboten, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die neuen Schilder dienen insofern nur dazu, die Rechtslage zu verdeutlichen. Gesucht und gefunden hatte der Vorsitzende des Ortsbeirats in dieser Sache auch den Dialog mit den Reitern. Die gaben sich nach seinen Worten „nicht sehr begeistert“, aber in gewissem Maße durchaus verständnisvoll.

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