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Kiel Was wird aus dem Kieler ZOB?
Kiel Was wird aus dem Kieler ZOB?
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00:00 26.05.2011
Quelle: Rainer Pregla
Kiel

Neben dem Depro-Ambiente unter dem Parkdeck skizziert ein Satz von Bürgermeister Todeskinos den Handlungsbedarf: „Das vorhandene Parkhaus hat das Ende seiner theoretischen Nutzungsdauer überschritten“, heißt es in der Vorlage - die Parkgeschosse können nur genutzt werden, wenn sie unter ständiger baufachlicher Kontrolle stehen.

Wie berichtet hatte das Hamburger Architekturbüro GMP (Gerkan, Marg und Partner) das ZOB-Areal 2010 planerisch in zwei Baufelder unterteilt, die etwa auf Höhe der Herzog-Friedrich-Straße aneinander stoßen. Jetzt neigt Todeskino dazu, den Bereich des ZOB für Fahrgäste und für länger stehende Busse („Überlieger“) zu trennen. Dafür wird ein teilweise in die Auguste-Viktoria-Straße gezogener Bussteig in Nord-Süd-Richtung geplant, an dem neun Busplätze für Ankunft und Abfahrt entstehen sollen - fünf zur Straßenseite, vier auf östlicher Bussteigseite. Etwa mittig zwischen Auguste-Viktoria-Straße und Kaistraße könnten schräg angeordnet acht Busse abgestellt werden.

Den Fahrgästen soll damit das Leben leichter gemacht werden, denn an dem langen Bussteig in der Auguste-Viktoria-Straße wird sich das Zu- und Aussteigen im Hellen abspielen, das Warten unter rottendem Stahlbeton wäre damit Vergangenheit, wenn auch nicht für die pausierenden Busse, die weiter im Dämmerschatten des Parkdecks auf ihren nächsten Einsatz warten werden.

Nach den GMP-Plänen soll der Kongressbereich neben dem Hotel entstehen und baulich durch eine Lücke vom Parkhaus getrennt werden. Der Erlös aus dem Grundstücksverkauf könnte als Anschub für den Neubau des Parkhauses auf dem nördlichen Baufeld (zum Stresemannplatz) dienen. Das für das Parkhaus gedachte Baufeld II birgt noch Unwägbarkeiten: So ist noch unklar, welche Kosten der Rückbau des Bunkers unter dem ZOB mit sich bringt, wie es mit Altlasten „etwa durch teerhaltigen Dichtungsanstrich“ aussieht. Außerdem muss die Tiefgründung für das Parkhaus kalkuliert werden. Hier sollen im August Ergebnisse vorliegen. Ein neues Parkhaus soll etwa 700 Stellplätze haben, die Idee von weiteren 100 Tiefgaragenplätzen wird der hohen Kosten im Grundwasserbereich der Hörnufer wegen vermutlich nicht weiter verfolgt - die Tiefgarage allein würde etwa zwei Millionen Euro kosten.

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