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Kiel Diesmal geht Kiels Schulrätin freiwillig
Kiel Diesmal geht Kiels Schulrätin freiwillig
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07:06 30.06.2018
Von Jürgen Küppers
Barbara Weber kümmert sich künftig auch um die Arbeit der Grundschulen im Land und neue Prüfungsordnungen. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Barbara Weber amtierte zehn Jahre lang als Schulrätin in Kiel. Im Bildungsministerium tritt die 57-Jährige eine aus Altersgründen frei gewordene Stelle im Grundsatzreferat an, in dem sie dann für Grundschulen zuständig sein wird. Die Aufgaben dort sind vielfältig: Sie reichen zum Beispiel von der Neuausrichtung der Fachanforderungen für Lesen und Schreiben bis hin zur Ausarbeitung neuer Prüfungsordnungen für die zweiten Examen von Lehramtsanwärtern.

Bereits vor zwei Jahren sollte sie ihren Schreibtisch räumen

„Ich habe mich ganz regulär für die ausgeschriebene Stelle beworben“, versichert die scheidende Schulrätin, die im März 2016 schon einmal ihren Kieler Schreibtisch räumen sollte – allerdings unfreiwillig. Wie mehrfach berichtet, plante das Bildungsministerium damals eine Schulräte-Umbesetzung. Dabei sollte Barbara Weber ihre Stelle mit dem Plöner Schulrat Stefan Beeg tauschen, die zweite Kieler Schulratsstelle sogar ganz gestrichen werden.

Dagegen erhob sich ein Sturm der Entrüstung. Die Bildungsgewerkschaft GEW protestierte gegen die Pläne ebenso heftig wie der Kreiselternbeirat sowie rund 20 Schulleiter, die einen Protestbrief an das Ministerium verfassten. Kurze Zeit später ruderte das Ministerium zurück, verzichtete auf den Stellentausch, besetzte auch die zweite Schulratsstelle in Kiel wieder.

Es gibt keine offizielle Verabschiedung - aus Termingründen

„Mein jetzt anstehender Wechsel steht mit diesen Aufregungen damals in keinem Zusammenhang“, versichert Barbara Weber auf Nachfrage: „Ich hatte einfach Lust, mich beruflich noch einmal zu verändern.“ Für eine offizielle Verabschiedung bleibe aufgrund der knappen Zeit bis zum Antritt ihres neuen Amtes keine Zeit. Denn die Entscheidung im Ministerium sei sehr kurzfristig gefallen.

Frank Behling 29.06.2018
Martin Geist 29.06.2018
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