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Kiel "Penislutscher" sorgten für Entrüstung in Kiel
Kiel "Penislutscher" sorgten für Entrüstung in Kiel
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19:48 23.11.2016
Von Gunda Meyer
Die große Mehrheit im Internet lehnte diese Weihnachtsmarktware ab. Quelle: KN
Kiel

Zum Weihnachtsmarkt gehören besinnliche Stimmung, beschauliche Musik und ganz viele Süßigkeiten für die ganze Familie. Aber auch „Penislutscher“, die gleich neben Lebkuchenherzen und gebrannten Mandeln direkt auf dem Verkaufstisch den Besuchern des Marktes auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel ins Auge springen? Das ging vielen zu weit. Die dicken Zuckerstangen wurden aus dem Angebot genommen.

+++Aktualisierung+++ Die Lutscher werden nicht mehr verkauft +++ Gehört so etwas auf den Weihnachtsmarkt? Was meint...

Gepostet von Kieler Nachrichten am Dienstag, 22. November 2016

Die frivolen Lutscher wurden vom Anbieter zum „Einführungspreis“ von sechs Euro angepriesen, von denen man den ganzen Tag etwas habe. Daraufhin entbrannte bereits am Dienstag auf der Facebookseite der Kieler Nachrichten ein Sturm der Entrüstung. „Wenn jemand so etwas braucht, soll er zu Orion gehen. Wir anderen wollen schließlich auf das Weihnachtsfest eingestimmt werden“, kommentiert Bärbel Jacobs.

Nur wenige fanden das lustig

Ähnlich sieht es Frank Hundertmark: „Ich bin bestimmt nicht prüde, allerdings gehen auch viele Familien mit Kindern über den Weihnachtsmarkt. Irgendwo sollte man auch mal einen Punkt machen.“ Für den Kinderweihnachtsmarkt sei das sicher nichts, sagt auch Nico Wolff. „Die sollten da vor 20 Uhr auch nicht präsentiert werden.“ Nur wenige nahmen es wie Arne Krisp mit Humor, der fragt: „Ist Weihnachten nicht das Fest der Freude?“

Wie das Gros der rund 500 Facebook-Kommentatoren halten auch die Offiziellen von Kiel Marketing und der Stadt nichts von den Penislutschern: „Das gehört auf Santa Pauli, aber nicht auf den Asmus-Bremer-Platz, direkt gegenüber vom Kinderkarussell“, erklärt Johannes Hesse, Leiter des des Stadt- und City-Managements. Allerdings sehe er es auch nicht als Sittenwidrigkeit.

Man könne nicht jedes Sortiment prüfen, sagt Annette Wiese-Krukowska, Pressesprecherin der Stadt. Sie bezeichnet die großen Zuckerlollis als geschmacklos: „Insofern hätten wir als Veranstalter darauf hingewirkt, diese Lollis aus dem Angebot zu nehmen. Der Standbetreiber hat das nach entsprechenden Rückmeldungen aber bereits von sich aus getan, insofern ist die Sache nun erledigt.“

Tatsächlich waren die Penislutscher schon am Mittwochvormittag aus dem Sortiment genommen worden. Und die Stand-Verkäufer bestätigten, dass diese auch künftig nicht mehr angeboten werden.

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