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Kiel Traditionelle Händler in Kiel unter Zugzwang
Kiel Traditionelle Händler in Kiel unter Zugzwang
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10:53 15.12.2016
Von Jürgen Küppers
Gewohnter Anblick: der Weihnachtsmarkt auf dem Holstenplatz. Die Standbetreiber reagieren auf die Konkurrenz und wollen ihren Markt attraktiver machen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Bereits Anfang kommenden Jahres wollen die rund 80 Händler dort ein Konzept entwickeln, um der Konkurrenz Paroli bieten zu können. Die Stadt zeigt zwar Verständnis für Reformen, mag sich aber (noch) nicht an der Diskussion darüber beteiligen. „Wir wollen und können hier keine Vorgaben machen“, erklärt Ordnungsamtsleiter Frank Festersen auf Nachfrage. Die Erarbeitung eines Konzeptes für den von der Stadt veranstalteten Weihnachtsmarkt sei in erster Linie Sache der Händler: „Aber wünschenswert sind solche Veränderungen auf dem Holstenplatz natürlich auch aus unserer Sicht.“

 Was sich genau ändern soll, davon haben die beiden Mitglieder des Weihnachtsmarkt-Beirates, Otto Behnck und Arnold Jipp, zwar schon erste Vorstellungen. Darüber öffentlich berichten wollen sie aber noch nicht. „Das macht erst Sinn, wenn wir das Konzept mit unseren Kollegen abgestimmt haben.“

 Ein zentraler Punkt dabei ist die Finanzierung einer Neugestaltung. Hier pochen die beiden Interessensvertreter des traditionellen Kieler Weihnachtsmarktes auf eine Gleichbehandlung mit der Konkurrenz.

 Wie berichtet, hatten die beiden Veranstalter des Weihnachtsdorfes (Grandezza Entertainment, Epa Events Promotion) in den Verhandlungen ein Zugeständnis seitens der Stadt erzielt: Sie verzichtet zwei Jahre lang auf Abgaben für die Nutzung des Rathausplatzes. Begründung: hohe Investitionskosten der Veranstalter – die Rede ist von einer hohen sechsstelligen Summe der für Kiel maßgeschneiderten 50 Buden plus ihrer Beleuchtung.

 „Ein solches Zugeständnis brauchen wir auch, um unsere Pläne umsetzen zu können“, betont Manfred Jipp. Im Klartext würde das bedeuten, dass die Händler zwar wie bisher ihre Pacht an die Stadt abführen, dieses Geld aber im Wesentlichen zur Finanzierung des neuen Konzeptes eingesetzt wird. Dieses Prozedere sei ihnen zwar von der Stadt mündlich zugesagt worden, schriftlich aber noch nicht.

 Und noch eine andere Sorge treibt die Händler auf dem Holstenplatz in diesem Zusammenhang um: eine mögliche Anhebung ihrer Standgebühren. So müssten ihre Kollegen auf dem Rathausplatz derzeit ein Vielfaches der städtischen Pacht an die beiden Veranstalter Epa und Grandezza zahlen. Eine Gebührensteigerung würde das Aus für viele seiner Kollegen bedeuten, betont Behnck.

 Doch laut Ordnungsamtsleiter Frank Festersen gibt es derzeit keinen Anlass zu solchen Befürchtungen. „Wir haben kein Interesse, die Händler finanziell so stark zu belasten, dass sie sich die Teilnahme an einem städtischen Weihnachtsmarkt nicht mehr leisten können.“ Jetzt sei es erst einmal wichtig, dass sich die Händler auf ein Konzept verständigten. Ob und wie es dann umgesetzt werden könne, müsse dann in den dafür zuständigen Gremien diskutiert und beschlossen werden.

 Aus Sicht von Kiel-Marketing-Projektleiter Johannes Hesse hat das neue Weihnachtsdorf die erwünschten wie erwarteten Effekte erzielt. Zum Beispiel die jetzt geplante Neukonzeptionierung des traditionellen Weihnachtsmarktes. „Offenbar hat das Weihnachtsdorf den dafür nötigen Impuls einer Veränderung gebracht. Das ist sehr erfreulich, weil eine Qualitätssteigerung letztlich der ganzen Stadt nutzt.“

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