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Kiel Weiter Ärger über Lärm, Müll und Griller
Kiel Weiter Ärger über Lärm, Müll und Griller
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18:00 07.06.2019
Von Karin Jordt
Immer wieder Ärger im Schwanenseepark: Wird Müll nach Grillfesten im Park zurückgelassen, suchen häufig Tiere darin nach Fressen und verteilen die Reste. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sammeln alles wieder ein. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Der  Tagesordnungspunkt „Nutzung von Grünflächen“ bot erneut Anlass zur Diskussion. Dazu hatte der - erneut nicht beschlussfähige - Ortsbeirat einen Antrag an das Grünflächenamt und Ordnungsamt vorbereitet, in dem gefordert wird, Absperrpfosten aufzustellen, damit die Parks in Ellerbek und Wellingdorf nicht mit Autos befahren werden können. Außerdem wird vorgeschlagen, mehr Abfallbehälter aufzustellen, die von Tieren nicht ausgeräumt werden können. Weiter wird das Ordnungsamt um verstärkte Kontrollen gebeten. Anlass für den – noch nicht verabschiedeten – Antrag ist, dass es vermehrt zu Beschwerden gekommen war, weil sich auf dem Spielplatz im Schwanenseepark Leute treffen und grillen. „Diese Gruppen versammeln sich zum Beispiel zum Grillen, bauen Pavillonzelte auf, hören laute Musik, die sie von mitgebrachten Personenkraftwagen aus betreiben und hinterlassen ihren Unrat nicht in den vorgesehenen Abfallbehältern. Teilweise wird sich sogar auf Spielplätzen niedergelassen“, hieß es zur Begründung.

Nicht glücklich mit der Vorlage war Ulrich Hühn (Grüne): „Der Antrag sollte nochmal überarbeitet werden. Ich habe das Gefühl, dass hier Ausgrenzung betrieben wird.“ Norbert Fischer vom Seniorenbeirat konterte: „Das weise ich entschieden zurück, wir grenzen nicht aus, wir nehmen nur die Interessen von Menschen wahr, die gern in den Park gehen.“ Unabhängig von der Nationalität der Parknutzer müsse darauf geachtet werden, dass Autos nicht durch Grünanlagen rollten und Leute ihre Zelte und großen Grills nicht auf dem Spielplatz aufstellten.

Stadt: Auf Kinderspielplätzen darf nicht gegrillt werden

Auch Steffen Frisch (stellvertretender Vorsitzender, CDU) bestätigte: „Es ist egal, wer da grillt. Es geht um das Fahren mit Autos im Park und das Hinterlassen von Müll, egal von wem.“ Wichtig sei die Frage, „wie man geltendes Recht durchsetzt.“ Grillen ist in städtischen Parks erlaubt, „sofern dies nicht unter Baumkronen passiert und es nicht zu Beschädigungen des Rasens kommt“, teilte das Presseamt dazu mit. Allerdings darf auf Kinderspielplätzen nicht gegrillt werden, auch das Autofahren ist in Parks verboten. Diese Regeln sind aber offenbar nicht jedem bekannt.

So berichtete eine Leserin, dass der Schwanenseepark vor einigen Tagen „schwarz vor Qualm durch Grills“ gewesen sei. Als sie die bulgarische Gruppe darauf hingewiesen habe, dass auf dem Spielplatz und unter Bäumen das Grillen nicht erlaubt sei, „wurden wir dumm angemacht, mein Mann wurde als Nazi beschimpft.“ Sie habe dann die Polizei gerufen. Die Beamten hätten nach einem Rückruf beim Grünflächenamt dann das Grillen untersagt. Inzwischen ist die Verwaltung verstärkt aktiv, um das Problem in den Griff zu bekommen und lässt die Grünflächen häufig kontrollieren. Auch die Arbeitsgemeinschaft Schwanenseepark engagiert sich weiterhin, hat die Brücken gestrichen und Abfall gesammelt.

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