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Kiel Aktivisten nehmen Kreuzfahrer ins Visier
Kiel Aktivisten nehmen Kreuzfahrer ins Visier
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15:21 08.07.2019
Von Frank Behling
Zu Pfingsten blockierten Umweltaktivisten das Kreuzfahrtschiff "Zuiderdam" in Kiel. Das Schiff lief erst mit sechs Stunden Verspätung aus. Quelle: Frank Behling
Kiel

Während bei der „Zuiderdam“ zu Pfingsten überwiegend ausländische Touristen betroffen waren, als deren Schiff sechs Stunden blockiert wurde, geht es nun um den ersten „Hauptreisetag“ im Kieler Hafen für deutsche Urlauber. Die SchiffeMSC Meraviglia“, „Mein Schiff 1“ und „Aidaprima“ werden am 13. Juli in Kiel morgens 12.000 Urlauber anlanden und bis zum Abend rund 12.000 neue Urlauber an Bord nehmen. Zusätzlich werden mit den drei Fähren weitere 7000 Passagiere in Kiel aus- und eingeschifft. 

Diesmal startet die Kundgebung am Hauptbahnhof

Die „Initiative gegen Kreuzfahrtschiffe“ will ihre Demonstration um 13 Uhr am Hauptbahnhof starten. „Nach der Kundgebung am Hauptbahnhof geht es zu zwei Reisebüros und dann weiter zum Ostseekai“, so Julia Schröder von der „Turbo Klima Kampfgruppe Kiel“ (TKKG), die bei der Demo ebenfalls dabei ist. Ziel sei es, dort mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, wo sie ankommen und abgefertigt werden. Da viele Passagiere mit der Bahn anreisen und dann vom Hauptbahnhof zu den Terminals Ostseekai, Norwegenkai und Ostuferhafen gebracht werden, mache es Sinn, dort auch zu demonstrieren, heißt es bei der TKKG, die auch schon bei der Sitzblockade auf dem Theodor-Heuss-Ring dabei war.

So blockierten die Aktivisten zu Pfingsten 2019 das Kreuzfahrtschiff "Zuiderdam"

Schiffe sollen nicht blockiert werden

Eine Blockade der Schiffe – so wie an Pfingsten geschehen – sei aber nicht geplant. Dennoch ist man beim Seehafen Kiel besorgt. So ließ Hafenchef Dirk Claus inzwischen alle Aushänge mit Abfahrtszeiten der Kreuzfahrtschiffe entfernen. Zu Anlaufdaten werden auch keine Auskünfte mehr erteilt. Auch die Internetseite des Seehafens wurde radikal überarbeitet. Dort finden sich jetzt weder Informationen über Liegeplätze noch über Aus- und Einlaufuhrzeiten. Bei den Reedereien sind diese Zeiten aber auf den Internetseiten weiterhin einsehbar, da sie für die Passagiere wichtige Informationen der Reiseplanung sind.

Lesen Sie auch: Strafverfahren gegen Klimaaktivisten

Von der Stadt Kiel wird die Kundgebung ebenfalls mit wachsamen Augen verfolgt. Das Versammlungsrecht und die Sicherheitsbelange der Behörden sollen nicht erneut kollidieren. Aus diesem Grund trafen sich am Donnerstag Vertreter aller Seiten zu einem Kooperationsgespräch. Erst im Lichte der Ergebnisse werden die Route und die Kundgebungen feststehen. 

Aida dementiert Abwanderungsgerüchte

Die Polizei bereitet sich ebenfalls auf den nächsten Sonnabend vor und wird an Land und im Kieler Hafen präsent sein. Bei den Reedereien ist die Lage dagegen entspannt. Gerüchte, wonach eine mögliche Verlegung der „Aidaprima“ von Kiel nach Warnemünde erwogen worden sei, wurden umgehend dementiert. „Wir werden unsere Route nicht ändern. Wir vertrauen auf den Seehafen Kiel und die Sicherheitsbehörden in Schleswig-Holstein“, sagt Hansjörg Kunze von Aida Cruises. Das Rostocker Unternehmen ist mit mehr als einer Million Passagieren Marktführer bei Kreuzfahrten in Deutschland

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