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Kiel Wilhelmplatz: CDU kritisiert Vorstoß
Kiel Wilhelmplatz: CDU kritisiert Vorstoß
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12:51 08.08.2019
Von Jürgen Küppers
Meist dient der Wilhelmplatz als Parkfläche. Derzeit hat dort jedoch der „Circus Krone“ sein Zelt aufgeschlagen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Die Ratsfraktionen von Grünen und SPD halten den Vorstoß von Baudezernentin Doris Grondke und Tiefbauamtsleiter Peter Bender im Prinzip für eine gute Idee. Die CDU hingegen meldet starke Bedenken an.

„Von so einer Hauruck-Aktion mit der Brechstange halten wir gar nichts“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Rainer Kreutz. Grundsätzlich sei die CDU bei einer Verkehrswende zwar mit dabei. Aber eine Reduzierung des Parkraums oder gar eine Sperrung des Platzes für Autos stehe für die CDU nicht zur Diskussion. „Die Folge wäre eine Zunahme des Suchverkehrs mit noch mehr Abgasen sowie steigender Parkdruck für Anwohner.“ Zunächst müssten ihnen und Job-Pendlern Alternativen mit Ersatzflächen aufgezeigt oder der Ausbau des ÖPNV in Kiel vorangetrieben werden.

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Anwohnerplätze rund um den Wilhelmplatz soll es geben

Die Grünen sehen das anders. „Wir unterstützen den Plan, den Wilhelmplatz möglicherweise in einigen Teilen zu bewirtschaften“, erklärt der baupolitische Sprecher der Fraktion, Arne Stenger. Dabei sollten aber auch Anwohnerplätze bereitgestellt werden.

Für Autofahrer sei es wie in anderen Großstädten auch in Kiel eine „Sache der Gewöhnung“, entweder möglichst einheitlich gestaffelte Parkgebühren in Innenstadtarealen in Kauf zu nehmen oder ganz auf mobile Alternativen zum Auto umzusteigen.

Ähnlich sieht das der umweltpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Max Dregelies: „Unbegrenzt kostenloses Parken auf so einem zentralen Platz ist heute nicht mehr zeitgemäß.“ Allerdings müssten dort wie auch in anderen Innenstadtbereichen für Anwohner Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Parkbeschränkungen müssten noch von weiteren Maßnahmen flankiert werden – zum Beispiel einer häufigeren Taktung der Busse oder günstigeren Preisen im ÖPNV in Kiel. „Da ist zwar noch viel zu tun, aber erste Vorstöße dazu gibt es ja schon.“

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