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Kiel Windjammer "Sedov" als Attraktion
Kiel Windjammer "Sedov" als Attraktion
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17:24 25.05.2019
Von Frank Behling
Der russische Windjammer "Sedov" hat am Sonnabend in der Heikendorfer Bucht Anker geworfen. Quelle: Frank Behling
Kiel

Die "Sedov" traf am Sonnabendmorgen vor Kiel ein. Eine Woche war das Schiff über die Ostsee gesegelt. In Kiel erfolgte ein Austausch von Passagieren, wie die Hamburger Agentur Inmaris auf Anfrage mitteilt.

Dabei wurde das Schiff am Sonnabend zu einem Anziehungspunkt für Ausflugsschiffe und Sportboote. Darunter auch der Kieler Salondampfer "Stadt Kiel", der an diesem Wochenende den 85. Jahrestag des Stapellaufs feierte.

Geschützter Platz vor Heikendorf

Die Heikendorfer Bucht wurde für den Wechsel der Passagiere extra ausgewählt, weil sie einen besonders geschützten Ankerplatz bietet. Deshalb gehen dort inzwischen regelmäßig auch andere Schiffe vor Anker.

Die "Sedov" hat zu Kiel eine besondere Verbindung. Die stolze Viermastbark lief hier am 23. März 1921 als "Magdalene Vinnen II" auf der Krupp Germaniawerft vom Stapel. Das Schiff fuhr zunächst für die Reederei Vinnen und später dann als "Kommodore Johnson" für den Norddeutschen Lloyd.

Nächstes Jahr auf Weltreise

1945 kam das Schiff als Reparationsleistung an die Sowjetunion. Heute ist die "Sedov" als Schulschiff der staatlichen Technische Universität Kaliningrad im Einsatz. Dabei können an Bord neben Kadetten der russischen Seefahrtsschulen auch deutsche Passagiere eingeschifft werden.

Von Kiel aus geht es jetzt über Skagen nach Hamburg und dann weiter nach Frankreich, wo im Juni große Paraden und Hafenfeste anstehen. Dabei gehört die "L'Armada de Rouen '19" zu den Höhepunkten.

Wann es ein Wiedersehen mit der Kieler Förde geben wird, ist unklar. Nach der Teilnahme an der Hanse Sail in Rostock wird das Schiff auf eine Weltumrundung vorbereitet. Im nächsten Jahr soll das Schiff von der Ostsee nach Singapur, Wladiwostok und Hawaii starten. Erst im Dezember 2020 wird die "Sedov" wieder in der Ostsee zurückerwartet.

Die russische Viermastbark "Sedov" ankert am Sonnabend in der Kieler Förde.

Auch am Sonnabend gibt es wieder Staus durch die Bauarbeiten auf der A215. Auf der Ausweichstrecke vor Molfsee quälten sich die Autos Stoßstange an Stoßstange voran.

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