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Kiel Stadt Kiel startet Charmeoffensive
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10:36 12.02.2019
Von Kristian Blasel
Zur Kieler Woche 2018 war die Zahl der Anmeldungen zur Windjammerparade auf rund 90 gesunken. Dieses Jahr sollen es wieder mehr werden. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Geringere Gebühren, Geschenke und eine Charmeoffensive: Acht Monate nach der offenen Kritik aus den Reihen der Traditionsschifffahrt an den Rahmenbedingungen zur Windjammerparade hat die Stadt Kiel ihr Konzept vorgelegt, mit dem der Höhepunkt der Kieler Woche an alte Zeiten anknüpfen soll.

„Ich freue mich, dass wir da jetzt richtig Bewegung reinbekommen“, sagt Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger. Und auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lobt die frischen Ideen. „Damit können wir das Herzstück der Kieler Woche wieder stärken.“ Am Dienstag werden die Ideen erstmals im Finanzausschuss beraten.

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Demnach sollen die Traditionsschiffe vom Hafengeld, dem Schiffsliegegeld und dem Kaigeld an den Liegeplätzen Tiessenkai, Blücherbrücke, Sartorikai und Schwedenkai sowie der Hörn befreit werden. Außerdem ist angedacht, den Germaniahafen zu einem Zentrum für historische Wasserfahrzeuge weiterzuentwickeln. Es wäre ein Entschluss, der finanziell durchaus Folgen hätte: Die Stadt beziffert die Einnahmeausfälle auf eine Summe von rund 85000 Euro. „Aber wir wollen das, worauf wir Einfluss haben, verbessern“, sagte Hafenkapitän Michael Schmidt.

Nach der Kritik zur Windjammerparade 2018 startete die Stadt eine Umfrage

Im vergangenen Jahr hatte es einen Rückgang bei den Anmeldungen gegeben. Der Stadt wurde aus den Reihen der Traditionsschiffer vorgeworfen, sich nicht so sehr um die Gäste zu kümmern, wie es in anderen Hafenstädten der Fall sei. Darauf wurde in Kiel umgehend reagiert. „Wir haben die Eigner und Kapitäne direkt nach der Kieler Woche angeschrieben und nach ihren Eindrücken gefragt“, sagte Dornberger.

Im Rathaus in Kiel soll es einen Eröffnungsempfang für die Gäste geben

Zusammen mit Hafenkapitän Michael Schmidt wurde nun der Vorschlag erarbeitet. Dabei gehe es nicht nur um die Gebührenfrage, sondern auch um eine bessere Begrüßungskultur. So sollen alle Kapitäne zu einem Eröffnungsempfang ins Rathaus eingeladen werden. Der Nautische Verein zu Kiel unterstützt die Stadt bei der Ausrichtung eines Skipper-Stammtisches. Man sei da „auf einem sehr guten Weg“, sagte Dornberger. Bei den Gebühren habe die Verwaltung das letzte Wort.

Team der Schiffsbegrüßer an der Kieler Förde soll verstärkt werden

Unterstützung sollen auch die beiden Schiffsbegrüßer bekommen, die seit nunmehr 15 Jahren für das Kieler-Woche-Büro die Traditionsschiffe persönlich aufsuchen. Bislang erhalten die maritimen Gäste an der Förde Informationsmaterial, eine Kieler-Woche-Flagge, eine Kieler-Woche-Plakette und das Captain’s Handbook zur Windjammerparade. Nach dem neuen Konzept soll es Verstärkung durch den Oberbürgermeister, den Stadtpräsidenten, Ratsmitglieder und Mitarbeiter des Hafenamts geben, die „nach einem festgelegten Plan möglichst viele Traditionsschiffe bei deren Ankunft“ aufsuchen.

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