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Kiel Hinter der „Mir“ wird es schnell kleiner
Kiel Hinter der „Mir“ wird es schnell kleiner
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10:41 29.06.2019
Von Frank Behling
Wir wird das Wetter zur Windjammerparade in diesem Jahr? Schlimmer als 2017 (Foto) kann es kaum werden.
Kiel

 „Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der Schiffe sich bei der Windjammerparade bei der Größenordnung des letzten Jahres einpendeln wird“, sagt Schmidt. Vorige Woche gab es beispielsweise so eine Nachmeldung. Und die Hoffnungen sind groß, dass es die nächsten Jahre grundsätzlich wieder deutlich besser wird.

Die Meldezahlen zur Windjammerparade in Kiel liegen hinter Rostock

2019 ist es aber trotz des Jubiläums noch nicht so weit. Zu groß ist in den zentralen Sommerwochen die Konkurrenz. In jedem Fall werden die Meldezahlen deshalb am Ende weit hinter denen der Hanse Sail in Rostock liegen, wo in diesem Jahr rund 150 Schiffe zur großen Parade gemeldet sind – darunter fünf große Windjammer. In Kiel ist mit dem 105 Meter lange russischen Segler „Mir“ nur einer dabei.

Weitere Führungsschiffe in dem Feld, das am 29. Juni die Menschen rund um die Förde begeistern soll, sind die deutlich kürzere „Thor Heyerdahl“ (50 Meter), die „Großherzogin Elisabeth“ (64 Meter), die „Mare Frisum“ (49 Meter) und die „Roald Amundsen“ (50 Meter). Zusätzlich zu den bislang 83 Seglern sind voraussichtlich noch elf Dampfschiffe und Motorschiffe in der Parade.

„Wir freuen uns, dass die ,Mir’ diesmal das Führungsschiff ist“, sagt Alexander Göhring, Operations Manager bei Inmaris Sailing in Hamburg. Seine Firma koordiniert die großen Segler „Mir“, „Sedov“, „Kruzenshtern“, „Pallada“ und „Dar Mlodziezy“, die bei allen Windjammerparaden gern gesehene Gäste sind. 

Stadt Kiel lockt Traditionssegler mit Vergünstigungen zur Kieler Woche

Nach den Misstönen im vergangenen Jahr, als sich die Besatzungen einiger Schiffe über die Rahmenbedingungen in Kiel beschwert hatten, hat die Stadt Kiel mit einer Werbekampagne nachgelegt. Klares Ziel: Die Kieler Woche soll für Traditionssegler und Windjammer attraktiver werden. So erlässt die Stadt in diesem Jahr den Traditionsseglern erstmals Hafengeld, Liegegeld und Kaigeld. Außerdem stellt die Marine den Seglern für die zweite Hälfte der Kieler Woche Liegeplätze im Marinestützpunkt zur Verfügung. Der Seehafen vergrößert darüber hinaus das Angebot der Liegeplätze am Sartorikai. So richtig geholfen hat die Kampagne aber noch nicht. 

Also ruhen bereits jetzt die Hoffnungen auf dem Jahr 2020, wenn neben der „Mir“ vielleicht auch die „Dar Mlodziezy“ in die Förde kommen könnte. „Die ,Sedov’ und die ,Kruzensthern’ sind dann jedoch auf Weltreise“, sagt Göhring. Ab 2021 sieht es dann vermutlich besser aus. „Unsere Kapitäne mögen Kiel. Der Hafen ist super, und die Besatzungen sind gern dort“, sagt Göhring. Und noch ist nicht ausgeschlossen, dass eines Tages die „Gorch Fock“ wieder dabei ist.

Hoffnungen ruhen auf den Windjammerparaden der nächsten Jahre

Im Rathaus ist man deshalb auch optimistisch, dass Kiel trotz der aktuellen Schwierigkeiten seinen guten Ruf als Paradestandort nicht verlieren wird. „Ich bin überzeugt, dass die Teilnehmerzahlen bei der Windjammerparade in den nächsten Jahren wieder steigen werden. Wir segeln mit Rückenwind in die Zukunft“, sagt Philipp Dornberger, Leiter des Kieler Woche Büros. Teil der neuen maritimen Willkommens-Kultur sind auch die freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für alle Besatzungsmitglieder der Marine- und Segelschiffe. Einzige Voraussetzung: Die Besatzungen müssen dafür in Uniform auf Landgang gehen. Es soll ja schön bunt und international aussehen auf den Straßen während der Kieler Woche

Damit sich die Gäste noch mehr gewertschätzt fühlen, werden in diesem Jahr erstmals Oberbürgermeister, Stadtpräsident und Ratsmitglieder ausgewählte Segler bei der Ankunft begrüßen. Dabei wird die Stadt auch vom Nautischen Verein zu Kiel unterstützt. Die Segler bekommen zudem erstmals einen Verbindungsoffizier an Land, der die Crews bei allen Fragen persönlich berät.

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