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Kiel Wirtschaft wird in Kiel zur Chefsache
Kiel Wirtschaft wird in Kiel zur Chefsache
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00:16 17.12.2012
Von Martina Drexler
 Den Neuzuschnitt der  Dezernate verkündete Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD)  auf der jüngsten Ratsversammlung. Wirtschaftsförderung ist nun wieder Chefsache. Quelle: Paesler
Kiel

„Es macht Sinn, dass Investoren auf höchster Ebene betreut werden“, begründete Gaschke diesen Schritt und räumte ein, dass die Wirtschaft nach der langen Vakanz an der Spitze des Wirtschaftsdezernats den direkten Draht zur Stadtspitze vermisst hat. Ihr Vorgänger Torsten Albig (SPD) hatte sich dagegen noch von der CDU-OB Angelika Volquartz, die sich als erste Ansprechpartnerin der Wirtschaft verstand, abgegrenzt und Ute Berg (SPD) als Wirtschaftsdezernentin nach Kiel geholt. Als diese nach nur wenigen Monaten im Februar 2011 nach Köln wechselte, übernahm er wieder die Zuständigkeit für Wirtschaft. Gaschke denkt daran, einen Wirtschaftsbeauftragten bzw. Beirat einzurichten.

Bei der Haushaltsdebatte machte die CDU, deren OB-Kandidat, der ehemalige Stadtrat Gert Meyer, immer betont hatte, das Wirtschaftsdezernat als Verwaltungschef an sich binden zu wollen, ihre Zweifel an Gaschkes Eignung für das Amt deutlich. Fraktionschef Stefan Kruber begründete dies mit ihrem Mangel an Verwaltungserfahrung: „Wirtschaftspolitik muss nicht nur auf dem Papier ganz weit oben stehen, sondern auch personell auf höchstem fachlichen Niveau betrieben werden.“

Der neue Zuschnitt der Dezernate hat Folgen für Wolfgang Röttgers (SPD), bisher Stadtrat für Finanzen und Kultur. Künftig ist er auch zuständig für Ordnung und Personal. Das Personal- und Organisationsamt sowie das Hafen- und Seemannsamt fallen jetzt in sein Sachgebiet. Die Stadtspitze besteht somit aus der Oberbürgermeisterin und drei Stadträten – neben Röttgers Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne), Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie Adolf-Martin Möller (parteilos), Dezernent für Soziales, Jugend, Gesundheit, Wohnen, Schule und Sport.