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Kiel Auswanderer zwischen Meeren
Kiel Auswanderer zwischen Meeren
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07:00 03.02.2016
Von Thomas Lange
Die Pazifische Auster im Wattenmeer vor Sylt: Sie fühlt sich auch hier zu Hause, hat sich weit verbreitet. Quelle: Mark Lenz
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Kiel

Das Auftauchen von Tieren in Gebieten, in denen sie bisher nicht vorkamen, ist auch im Meer ein häufiges Phänomen, mit dem sich Wissenschaftler, Umweltschützer und Politiker zunehmend beschäftigen. Denn eingeschleppte Arten können marine Lebensräume verändern. Sie machen auch in den Gewässern vor Schleswig-Holstein nicht Halt: So sorgte eine durch den Menschen in die Ostsee gelangte Rippenqualle für Schlagzeilen, während sich entlang der Nordseeküste seit einigen Jahren die Pazifische Auster verstärkt ausbreitet. Die Forschungsdisziplin der marinen Invasionsbiologie beschäftigt sich mit der Aufgabe, das invasive Potenzial von Meeresorganismen frühzeitig zu erkennen und die ökologischen und ökonomischen Folgen abzuschätzen. Ob das Erscheinen einer neuen Art als positiv oder negativ bewertet wird, hängt stark von der jeweiligen Perspektive ab. Mit dem Thema beschäftigt sich am Mittwoch der Meeresbiologe Mark Lenz vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in einem Vortrag des Naturwissenschaftlichen Vereins. Unter dem Motto „Bioinvasionen im Meer – Bedrohung oder Chance?“ führt Lenz Beispiele an, liefert Einblicke in die aktuelle Forschung und betrachtet kritisch, wie Bioinvasionen bewertet werden.

3. Februar, 19 Uhr: Universität Kiel, Christian-Albrechts-Platz 3 (CAP 3). Eintritt frei. Infos Tel. 04621/813352.

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