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Kiel Mit Punkrock zur eigenen Mitte
Kiel Mit Punkrock zur eigenen Mitte
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07:30 03.01.2017
Von Karina Dreyer
Seit einem Jahr bietet Sabine Simon (37) Punkrockyoga an. Dabei ist immer auch ihr zwölf Jahre alter Labrador Bosse. Quelle: Karina Dreyer
Damperhof/Gaarden

Mit Kieler Punkrock in der Aufwärmphase bringt die 37-Jährige Menschen auf den Weg in die Entspannung. Seit 20 Jahren praktiziert Sabine Simon Yoga. „Als Hobby fing es an, dann war schnell klar, dass ich Yoga-Lehrerin werden möchte“, erklärt sie. Auch als Erzieherin an einer Grundschule setzt sie gerne ihr Wissen um Yoga-Übungen ein: „Die Kinder lernen, sich selber runterzufahren. Sie lieben es, sich damit mal anders wahrnehmen zu können“, beschreibt Sabine Simon.

Sie hat sich für das Kundalini-Yoga entschieden: 1968 wurde es von Yogi Bhajan in den Westen gebracht, um Menschen, die mitten im Leben stehen, zu helfen, tägliche Anforderungen besonnen und gelassen zu meistern. „Es ist sehr dynamisch und hilft, erst durch kleinere Bewegungsabläufe die Muskulatur zu lockern und aufzubauen, dann durch Konzentration und bewusste Atemtechnik schnell in die Entspannung zu kommen“, sagt die Yoga-Expertin. Der Körper lernt dabei, seine Fehlhaltung zu korrigieren.

Kieler Szene ist groß und sehr gut

Zudem ist Sabine Simon auch ein großer Fan von Punkrock und verband diese beiden Vorlieben vor einem Jahr im Punkrockyoga. „Die Kieler Szene ist groß und sehr gut“, sagt sie. Und so kommt die Musik für die 20- bis 30-minütige Yoga-Aufwärmphase beispielsweise von den Bands „Stumbling Pins“ und „Affenmesserkampf“. Dann folgen 20 Minuten Dehnübungen, um das Atemvolumen zu erhöhen, bevor es in die Meditation geht. Immer mit dabei ist ihr zwölf Jahre alte Labrador Bosse, der das Geschehen liegend betrachtet und so auch eine beruhigende Wirkung hat.

Viele Männer nehmen teil

Zwei Kurse bietet sie in der Woche dort an, wo Punkrock auch gehört wird: Montags von 20 bis 21 Uhr in der Kieler „Schaubude“ sowie dienstags von 17 bis 18 Uhr im „Medusa“ in Gaarden. Bei den Teilnehmern, darunter viele Männer, kommt ihr besonderer Yoga-Stil gut an: „Rockmusik ist für mich ein Teil meines Lebensgefühls, und die Verbindung mit dem körperlich fordernden und auch kontemplativem Yoga ist wundervoll“, beschreibt Teilnehmer Niko von Bosse. Für ihn sind dabei auch die Trainerin und die Gruppe wichtig: „Wenn ich alleine Übungen mache, gebe ich viel schneller auf, so kommt viel mehr dabei heraus“, sagt er.

Auch Björn Deepholt nimmt regelmäßig teil. „In ein normales Yogastudio wäre ich nie gegangen“, verrät er. Der 41-Jährige mag die Kombination aus seiner favorisierten Musikrichtung mit Yoga und dann noch an einem Ort, an dem er sowieso oft ist: „Der rustikale Charme der Schaubude als unüblicher Ort für eine solche Gruppe tut sein übriges“, findet er.

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