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Kiel Grüner Preis für grüne Ideen
Kiel Grüner Preis für grüne Ideen
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14:00 29.04.2019
Von Karina Dreyer
Vier Teams erhielten den Klimaschutzpreis "Grünpreneur", den die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein im Rahmen des Yooweedoo-Wettbewerbs verliehen hat. Quelle: Karina Dreyer
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Zum zweiten Mal hat die Gesellschaft damit im Rahmen des Yooweedoo-Ideenwettbewerbs, der seit 2010 nachhaltige sowie sozialunternehmerische Projekte und Start-ups prämiert, finanzielle Unterstützung gegeben. Neben den 32 Yooweedoo-Gewinnern ging es in der Kategorie Grünpreneur um pfiffige Ideen auf dem Gebiet Energie und Klimaschutz mit gesellschaftlichem Mehrwert und Umsetzungsschwerpunkt in Schleswig-Holstein.

Förderung schon in einem frühen Stadium

Stand früher die Endwertmaximierung im Vordergrund, sieht EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers bei diesen aktuellen Themen mehr Motivation, sie zu unterstützen. Sie werden immer mehr „hip und öffentlichkeitstauglich“. Zudem würden sie Menschen zusammenbringen, betonte er. Yooweedoo-Gründer Christoph Corves vom Geografischen Institut der Christian-Albrechts-Universität freute sich darüber, dass die EKSH die Ideen in einem sehr frühen Stadium auszeichnen, „nicht den Mainstream fördert, sondern sich auf das Risiko einlässt, dass es bei einer Idee bleibt, bei der aber alle etwas lernen“. Zudem seien soziale und nachhaltige Aspekte für ihn keine randständigen Themen mehr. 

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Die Preisträger stellten ihre Konzepte vor

Bei „VeggiePonics“ geht es Katharina Voß, Jacqueline Steinkamp, Abhimanyu Mehta, Lisa-Marie Schulte und Luisa Sarmiento um die Verbreitung des privaten Gemüseanbaus in Hydrokultur, ohne Erde und nur mit einem Wasserkreislauf-System. Die Vorteile seien weniger Plastikmüll, geringer Wasserverbrauch und eine ganzjährige Ernte. Das Team möchte Prototypen aus Bambus und Glas herstellen und damit auch in Schulen zeigen, was „man alles mit einer kleinen Idee verändern kann“.

Von "Küstenbiene" bis „Fruchtfairtrag“

„Küstenbiene“ heißt das Projekt von Nils Weiher, Paul Brößke und Sonja Kubovscik. Sie möchten umweltfreundliche Frischhaltetücher produzieren, die eine Alternative zu Plastikfolie darstellen. Bei „Land & Sea“ geht es Mareike Springer und Katharina Schluck darum, aus Neoprenanzüge vom Segeln und Surfen, die bislang nicht recycelt werden, Yogamatten herzustellen. Sie möchten die Anzüge beispielsweise in Surfläden in Boxen sammeln, sie anschließend zerkleinern und mit einem Verbundstoff wie Kautschuk verarbeiten.

Bei „Fruchtfairtrag“ haben Duncan Mc Geough, Nele Scholz und James Young das ungenutzte Land auf Firmengeländen im Auge. Dort könnten Teams der Firmen alte, heimische Obstbäume und Sträucher pflanzen und den Ertrag an soziale Einrichtungen spenden, für das „Fruchtfairtrag“ unter anderem das Netzwerk organisieren würde.

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