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Kiel Für die Sanierung fließt wieder Geld
Kiel Für die Sanierung fließt wieder Geld
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17:42 08.04.2019
Foto: "Gorch Fock" im Rohzustand: Das Segelschulschiff wird bei der Elsflether Werft saniert.
"Gorch Fock" im Rohzustand: Das Segelschulschiff wird bei der Elsflether Werft saniert. Quelle: Frank Behling
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Berlin

Das Verteidigungsministerium hat für die Sanierung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ den nach einer Kostenexplosion und Untreuevorwürfen verhängten Zahlungsstopp aufgehoben. Dies gelte für bereits überprüfte Leistungen bei den Arbeiten der Elsflether Werft AG, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag.

Der Gläubigerausschuss, der nach dem Insolvenzantrag der Werft gebildet wurde, habe dem weiteren Vorgehen zugestimmt. Bei der Sanierung war es zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen, wovon bisher knapp 70 Millionen Euro bezahlt wurden.

So geht es mit der "Gorch Fock" weiter

In einer Mitte März mit der Werft getroffenen Vereinbarung („Verpflichtungserklärung“) ist vorgesehen, dass das Schiff für weitere 11 Millionen Euro bis zum Sommer schwimmfähig werden soll.

Für den zweiten Schritt vom Ausdocken bis zur Hochseetauglichkeit dürfen maximal weitere Kosten in Höhe von 48 Millionen Euro entstehen.

Wegen Untreue- und Korruptionsvorwürfen sind inzwischen mehrere Ermittlungsverfahren anhängig. Die alte Leitung der Werft wurde abgelöst.

Wie leistungsfähig ist die Werft, die die "Gorch Fock" saniert?

Das Ministerium legt Abgeordneten einen Bericht zur Sanierung der „Gorch Fock“ vor, über den die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete und der der dpa vorlag. Darin werden frühe Zweifel an der Leistungsfähigkeit der beauftragten Werft deutlich.

„Der Auftragnehmer ist mit der Dimension bereits jetzt überfordert“, hieß es im Januar 2018 in einem internen Papier, in dem der Abbruch der Arbeiten und die schnellstmögliche Suche nach einer Nachfolgelösung empfohlen wurden.

Der Bericht dokumentiert einen umfangreichen Aktenverkehr im Ministerium. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) sei über frühe Zweifel aber offensichtlich nicht informiert worden, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.

Von dpa

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