Zeugen gesucht - 46-Jähriger mit Schusswaffe bedroht
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Kiel 46-Jähriger mit Schusswaffe bedroht
Kiel 46-Jähriger mit Schusswaffe bedroht
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20:17 02.08.2017
Von Niklas Wieczorek
Foto: Nach einem Konflikt zwischen drei Männern gab es in Kiel mehrere Festnahmen.
Nach einem Konflikt zwischen drei Männern gab es in Kiel mehrere Festnahmen. Quelle: Privat
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Kiel

Um 16 Uhr wurden die Beamten von dem 46-Jährigen angerufen – er schilderte eine gespenstische Szene: Zwei Männer, 60 und 25 Jahre alt, sollen ihn auf der Straße mit Schusswaffen bedroht haben, sagte Polizeisprecher Oliver Pohl. Der Bedrohte habe beide gekannt und sei geflohen. „Die Polizei leitete sofort die erforderlichen Maßnahmen ein.“ Spezialeinsatzkommando und mobiles Einsatzkommando seien aktiviert worden.

Gegen 17.30 Uhr konnten in zivil gekleidete Polizisten schließlich die Tatverdächtigen an der Eckernförder Straße stellen. Eine Verfolgungsjagd im Auto habe es aber nicht gegeben, bekräftigte Pohl. Zeugen schildern allerdings einen konsequenten Zugriff, zunächst am Professor-Peters-Platz: „Der silberne Audi wurde von zwei Zivilstreifen eingeklemmt“, sagte ein Beobachter, der ein Foto machte – auf der auch eine gefesselte Frau erkennbar ist. Das stehe laut Polizei aber nicht im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Bedrohung.

Weitere Festnahme am Baumarkt

Nach der ersten Festnahme seien die Polizisten „weitergerast“ – bis Höhe Alte Weide, so der Zeuge. Vor dem dortigen Baumarkt „saß schon ein Mann an der Hauswand gefesselt. Die Polizei war recht robust mit Maschinenpistolen ausgestattet.“

Laut Pohl wurden bei zwei Tatverdächtigen eine scharfe Schusswaffe und eine Schreckschusswaffe gefunden. „Es steht daher nun eine Bedrohung mit Schusswaffen im Raum. Ob es weitere Delikte gibt, werden die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats ergeben.“

Gegen andere vorläufig festgenommene Personen richte sich dieser Verdacht nicht. Die Kriminalpolizei ermittele jetzt die Hintergründe der Auseinandersetzung. Die Tatverdächtigen wurden abends entlassen.

Die Kriminalpolizei ruft Zeugen auf, sich unter Tel. 0431/ 160-3333 zu melden.

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