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Kiel Anwohner wollen Änderungen
Kiel Anwohner wollen Änderungen
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08:00 20.09.2018
Von Annette Göder
Gefahrensituation an der Verkehrsinsel im Wehdenweg: Für Radfahrer endet hier, wo es enger wird, der Schutzstreifen. Quelle: Annette Göder
Kiel

Steffen Frisch, Mitglied des Ortsbeirates Ellerbek/Wellingdorf, moderierte die Veranstaltung, bei der Klaus Lietzau von der Landesverkehrswacht, Rolf Hansen, Elternvertreter des Gymnasiums Wellingdorf, und Jens Kruschwitz aus dem städtischen Tiefbauamt mit den Gästen ins Gespräch kamen.

Ende Juli wurde im Wehdenweg nahe Klausdorf ein Fußgänger beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst, das an einem anderen Fahrzeug vorbeifuhr. Im Mai kam ein Rollerfahrer an der Ecke Neumühlener Straße ums Leben, als ihn ein Kleinlaster überholen wollte. Der Fahrer habe angegeben, die Verkehrsinsel auf dem Wehdenweg nicht rechtzeitig gesehen zu haben, informierte Kruschwitz. Daher sei die Unfallkommission zu dem Schluss gekommen, dass die Mittelinseln stärker hervorgehoben werden sollten.

Verkehrsinseln wurden verändert

Die fünf kleinen Verkehrsinseln für Fußgänger, die in den 1990er-Jahren gebaut wurden, sind nun etwas verändert worden: Ihre Bordsteine wurden gegen größere, reflektierende ausgetauscht, die „Füße” der Schilder sind inzwischen rot-weiß ummantelt. Am Straßenrand steht jetzt zudem eine rot-weiße Planke. „So habe ich als Radfahrer einen Fluchtweg weniger”, monierte ein Anwohner. An den Inseln verengt sich die Fahrbahn, sodass ein Auto neben einem Rad keinen Platz hat. Daher wird auch der Schutzstreifen für Radfahrer hier unterbrochen.“ Viele Autos drängeln oder unternehmen gefährliche Überholmanöver”, sagte eine Besucherin und erhielt Zustimmung.

Bürger fordern Tempo 30

Eine Reihe von Bürgern machte ihrem Unmut Luft, dass viele Auto- und Lkw-Fahrer zu schnell unterwegs seien. Für Autos gilt Tempo 50, für Lkw und Busse Tempo 30. Die Strecke wird unter anderem von Lkw der in der Nähe ansässigen Rewe-Gruppe sowie Lastwagen vom Ostuferhafen genutzt. Elternvertreter Rolf Hansen wies darauf hin, dass die Straße ein wichtiger Schulweg sei. „Aber er ist außerordentlich gefährlich.” Andere Gäste schlugen in dieselbe Kerbe: „Wir erklären den Wehdenweg zu einer Gefahrenzone.“ Sie forderten Tempo 30 für alle Fahrzeuge.

Wie könnten Lösungen aussehen? Klaus Lietzau von der Landesverkehrswacht schlug vor, die Schutzstreifen zu entfernen. „Sie suggerieren eine Sicherheit, die es dort nicht gibt.” Kruschwitz stimmte zu, dass diese Möglichkeit in Betracht käme und unterbreitete weitere Vorschläge: Die Inseln könnten herausgenommen werden. Oder im Bereich der Inseln könnte die Fahrbahn verbreitert werden, um den Schutzstreifen durchlaufen zu lassen. Auch eine Einbahnstraßenlösung sei – wenn gewollt – denkbar. Geprüft werden solle, ob und wo eine Tempoanzeigetafel und Blitzsäulen aufgebaut werden könnten. Außerdem griff er eine weitere Idee aus dem Publikum auf: Es sei vorstellbar, die Inseln durch eine oder mehrere Bedarfsampeln zu ersetzen.

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