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Kiel Die Stadt setzt auf Digitalisierung
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07:24 21.01.2017
Von Kristian Blasel
Die IT-Branche ist an der Förde inzwischen zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Vom 17. bis 24. September dieses Jahres wird es erstmals eine „digitale Kieler Woche“ geben, kündigte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) diese Woche im Wissenschaftspark auf einem Treffen der Kieler Internet-Szene an. Mit rund 10000 Arbeitsplätzen sei die IT-Branche ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für Kiel geworden. „Ich habe den Anspruch, nicht der letzte zu sein, der den digitalen Schuss hört.“

 Wie die digitale Kieler Woche, die auf Twitter unter #digikiwo bereits eifrig diskutiert wird, im Detail aussehen soll, ist aber noch offen. Die Federführung für das Projekt haben das Referat für Wirtschaft und die Kieler Wirtschaftsförderung (Kiwi). Kämpfer kündigte „ein kleines Budget“ für die Woche an und will auch eine halbe Stelle dafür schaffen. Mit dieser Hilfe sollen alle Angebote strukturiert und das Programm erstellt werden. „Wir fangen einfach mal an und gucken, was daraus entsteht.“

 Zumindest an ideeller Unterstützung mangelt es nicht. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Rainer Meyer (SPD) begrüßt die Anstrengungen der Stadt, „weil digitales Know-how den Alltag mehr und mehr erobern wird“. Ob das Land sich allerdings finanziell beteiligen wird, ließ ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums offen „weil sich das Projekt noch im Stadium der Ideensammlung befindet“. Für den Chef der Förde Sparkasse, Götz Bormann, wird der Umgang mit der Digitalisierung „künftig über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, aber auch über die Attraktivität von Standorten entscheiden“. Die Sparkasse stehe daher einer Unterstützung der Woche „sehr aufgeschlossen gegenüber“.

 Die ersten Reaktionen auf dem Treffen der Kieler Internet-Szene waren durchgehend positiv. Eifrig wurde bereits über mögliche Tagungsorte („möglichst am Wasser“) diskutiert. Einigkeit herrschte auch über den Ansatz, sowohl Angebote für Spezialisten als auch das breiten Publikum zu schaffen. Die Rede war bereits von einer „digitalen Spiellinie“. Kämpfer äußerte die Hoffnung, dass sich Kieler Schulen extra Projekttage in diese Woche legen.

 „Die Digitalisierung verändert alle Bereiche der Gesellschaft. Ein digitales Zukunfts-Festival ist deswegen eine kluge Idee und eine gute Gelegenheit, darüber mit der ganzen Stadt zu diskutieren“, sagt Steffen Voß, Organisator des IT-Branchentreffs „Webmontag“. Und Projektleiter Tim Schlotfeldt von der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein (Diwish) sieht darin eine „Chance für unsere Unternehmen, zu zeigen, was sie können“. Die Veranstaltung könnte ein „Leuchtfeuer werden – auch über Schleswig-Holstein hinaus“. Ähnlich optimistisch ist Wigital-Geschäftsführer und Diwish-Vorstandschef Lars Müller. „Kiel kann auf unsere Unterstützung als Sprachrohr der IT- und Medienbranche im Land zählen.“ Nötig sei aber unbedingt eine personelle und finanzielle Unterstützung. „Mit dem passenden organisatorischen Rahmen kann ein solch ambitioniertes Vorhaben gelingen und Strahlkraft entwickeln.“ Auch Addix-Geschäftsführer Björn Schwarze sieht in der Idee die „einmalige Chance, dass wir das, was diese Stadt kann, der Öffentlichkeit zeigen“.

 Immerhin: Auf ein paar Veranstaltungen, die ohnehin in der Zeit geplant sind, können die Programmgestalter aufbauen. So kommen am 18. September Datenschützer zu einer Sommerakademie in Kiel zusammen. Der schon traditionelle Tag des Onlinemarketings (TOM) wird am 21. September stattfinden und am 15./16. September sind die Kieler Open-Source- und Linux-Tage angesetzt. Bereits im August wird wieder traditionell das Barcamp Kiel einladen. Die Organisatoren denken aber bereits über eine „Zusatzausgabe“ im September nach. Ganz bei Null steht das Projekt „Digitale Kieler Woche“ also nicht.

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