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Eckernförde 3850 Kippen am Strand gefunden
Lokales Eckernförde 3850 Kippen am Strand gefunden
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18:07 20.09.2019
Von Christoph Rohde
Schüler der Schule Am Noor sortieren an einer Sammelstation am Strand ihre Fundstücke. Darunter finden sich viele Zigarettenkippen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Im Vorjahr waren noch 80 Kilogramm zusammengekommen, jedoch lag diesmal weniger Seegras- und -tang am Strand, in dem sich viel Müll verfangen hatte. Dessen ungeachtet, hat sich die Zahl der Kippen im Vergleich zu 2018 verdreifacht. Etwa gleich blieb die Menge der Plastikkleinteile mit 3500 Fundstücken. Dazu gesellten sich 1400 Plastikverpackungen und knapp 1000 Papierverpackungen. Bemerkbar macht sich der Trend weg von der Plastiktüte. Mit 50 Exemplaren wurde nur noch ein Drittel der Vorjahres-Menge gefunden.

"Enormer Lerneffekt" für die beteiligten Schüler

Jill ist einer der fleißigen Strandmüll-Sammler. „Es ist nicht gut, dass Plastik ins Wasser fliegen kann“, sagt der Neunjährige von der Fritz-Reuter-Schule. Auch Zigaretten im Sand findet er alles andere als schön. „Wir wollen der Umwelt zu helfen“, sagt Jill. Fritz-Reuter-Schüler waren auch im vergangenen Jahr beim Coastal Cleanup Day dabei. Lehrerin Dagmar Miegel-Kühl spricht von einem „enormen Lerneffekt“. Die Aktion habe den Kindern die Augen geöffnet, was beispielsweise an Kippen alles am Strand liege, sagt sie.

Auch viele Blätter aus Kunststoff wurden gefunden

In einer Sammelkette ziehen zwei Klassen der Peter-Ustinov-Schule über den Strand. Immer wieder picken ihre Greifer Verpackungsreste, Plastikteile und Einwegflaschen auf. „In Fridays-for-Future-Zeiten sollte man sich auch um die Umwelt vor der Haustür kümmern“, sagt Lasse (17). Er hat einen großen metallenen Zelthering aus dem Dünenstreifen geborgen, den irgendjemand hier vergessen hat. Neben zahllosen Kippen erstaunt die Schüler, dass sie viele Blätter aus Kunststoff finden.

Alle Fundergebnisse gehen an die Zentral von Coastal Cleanup

An den drei von der Eckernförder Touristik eingerichteten Strandstationen werden die „Schätze“ auf eine Folie geschüttet und nach Fraktionen sortiert. Flaschen, Kleidungsstücke, Plastikbestecke und Snack-Verpackungen zeugen von vergangenen Strandtagen – und immer wieder Zigarettenstummel. Alles wird anschließend an die internationale Zentrale von Coastal Cleanup gemeldet und fachgerecht entsorgt.

Eckernförde ist einer der bundesweit vorbildlichen Aktionen

Als aufmerksamer Beobachter verfolgt Frank Schweikert, Vorstand des Bundesverbands Meeresmüll e.V., den Sammeltag. Die Eckernförde sei bundesweit eine der vorbildlichen Aktionen, sagt er. Das liege nicht nur an der Vision im Ostseebad von einem nachhaltigen Tourismus, sondern auch am pädagogischen Konzept. „Ich glaube, dass die 250 Schüler nachhaltig von diesem Tag geprägt sind.“

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