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Eckernförde Bewohner wollen Tempo 30 nur nachts
Lokales Eckernförde Bewohner wollen Tempo 30 nur nachts
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15:16 04.03.2019
Von Christoph Rohde
Seit wenigen Wochen gilt Tempo 30 auf der B76 in Eckernförde vor dem Sandkrug auch tagsüber. 37 Bewohner fordern jetzt eine Rückkehr zur nächtlichen Regelung. Quelle: tilmann Post
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Eckernförde

In einer Petition an die Stadt Eckernförde fordern sie die Verwaltung auf, alternative Maßnahmen wie den Einbau von Flüsterasphalt zu prüfen.

Die Anordnung von ganztägig Tempo 30 auf diesem Abschnitt der viel befahrenen Bundesstraße ist in der Bevölkerung nach wie vor umstritten. Manche Autofahrer machen ihrem Ärger illegal durch laute Hup-Konzerte Luft oder lassen den Motor aufheulen. Auch Anfeindungen gegenüber Sandkrug-Bewohnern habe es schon gegeben, beklagen die Unterzeichner. Sie halten die neue Reglung einer ganztägigen 30er-Zone vor der Wohnanlage daher „nicht für zielführend“.

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In der Wohnanlage gibt es unterschiedliche Ansichten

Ein Vertreter der Eigentümergemeinschaft, der seinen Namen nicht nennen möchte, sieht alle Bewohner durch die Kritiker in Sippenhaft genommen. Dabei gehe das Urteil des Oberverwaltungsgerichts, in dessen Folge die Stadt die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den ganzen Tag ausdehnte, auf die Klage eines Einzelnen zurück. In der Wohnanlage mit ihren 96 Wohneinheiten, darunter auch viele Ferienwohnungen, gebe es dagegen durchaus unterschiedliche Ansichten. So würden letztlich Konflikte entstehen, die keiner brauche. „Wir wollen da nur in Ruhe leben können.“

Die lautstark hupenden Autofahrer fordert der Eigentümervertreter darum noch einmal auf, ihr Verhalten zu überdenken. Es treffe schließlich alle Sandkrug-Bewohner. Die 37 Unterzeichner der Petition bitten die Stadt, alternative Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu prüfen. Das könne beispielsweise der Einbau von Flüsterasphalt in die Fahrbahn sein. Diese Möglichkeit sollte im Rahmen der geplanten Sanierung der B76 zwischen Lornsenplatz und Kiekut geprüft werden. Der Bau einer Lärmschutzwand ist für die unterzeichnenden Anwohner keine Option. Sie hätte anderweitige Einschränkungen zur Folge und sei nicht mit vorhandenen Feuerwehrzufahrten vereinbar.

Stadt fordert Flüsterasphalt bei B76-Sanierung

Die Sanierung der Bundesstraße sollte ursprünglich bereits vergangenen Herbst beginnen, wurde aber vom Landesbetrieb Straßenbau aufgrund unerwarteter Schäden auf „die nächsten Jahre“ verschoben. Schon damals drängte die Stadt Eckernförde darauf, aus Lärmschutzgründen auf diesem Streckenabschnitt der B76 Flüsterasphalt einzusetzen. Eine ähnliche Forderung hatte bereits im Juni die Nachbargemeinde Altenhof erhoben.

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