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Eckernförde 480 Haushalte bekommen Glasfaserkabel
Lokales Eckernförde 480 Haushalte bekommen Glasfaserkabel
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18:24 04.10.2019
Von Rainer Krüger
Erika Mohr freut sich über ihr neues Glasfaserkabel, Jens Krabbenhöft (links) und Andreas Betz freuen sich über den Start des Sechs-Millionen-Euro-Projekts. Quelle: Rainer Krüger
Holtsee

Auf der Eiderhufe in Holtsee wurde der Anschluss ans Leitungsnetz in dieser Woche schon Wirklichkeit. Zum Start des Projekts bekam Erika Mohr, Betreiberin der Heuherberge Eiderhufe, Besuch von Andreas Betz und Jens Krabbenhöft. Beide vertreten den Investor – den Breitbandzweckverband (BZV) der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und Hüttener Berge.

Breitbandzweckverband schließt 17 weiße Flecken an

BZV-Geschäftsführer Betz erklärte die Vorgeschichte. „Wir schließen jetzt 17 weiße Flecken an“, sagte er. Weiße Flecken sind Gebiete, in denen die Datenübertragungsrate für das Internet unter 30 Megabit pro Sekunde liegt. Möglich macht es eine Landesförderung von fast 75 Prozent.

4,47 Millionen Euro würden durch Zuschüsse gedeckt, 1,53 Millionen Euro trage der BZV. Für den 2010 gegründeten Verband sei das Projekt ein wichtiger Schritt, um möglichst allen 16000 Haushalten im Gebiet eine leistungsfähige Breitbandanbindung zu ermöglichen.

Verband verlegt erstmals selbst Glasfaser

„Es ist ein Meilenstein. Denn es ist das erste Mal, dass wir selbst auf eigene Initiative Glasfaserkabel verlegen“, so BZV-Vorsteher Jens Krabbenhöft. Denn bislang schloss sich der BZV laufenden Arbeiten an – zum Beispiel beim Erschließen von Neubaugebieten.

Allerdings hatte der Verband schon mit der sogenannten FTTC-Technik (Fiber to the curb) für Übergangslösungen gesorgt. Die BZV-Vertreter kommen aus der Region. Krabbenhöft (CDU) ist Bürgermeister der Gemeinde Lindau; Betz Amtsdirektor im Amt Hüttener Berge.

Zuerst werden die Leitungen in Holtsee verlegt

Zunächst wird nur in Holtsee im Bereich Eiderhufe, Grünhorst und Lehmkuhl gearbeitet. Hier soll das Verlegen bis Monatsende erledigt sein. Mit den Arbeiten ist die polnische Firma Subtel beauftragt. „Da wir bis zu fünf Kolonnen im Einsatz haben werden, kann später an mehren Orten gleichzeitig gearbeitet werden“, sagte Baubevollmächtigter Lukasz Krason-Becker.

Es folgen Neuwittenbek und Strande

Noch in der letzten Oktoberwoche solle das Verlegen in den Straßen Plotzenbrook und Alter Heerweg in Neuwittenbek beginnen. Im November sollen in Strande der Bereich Gut Alt Bülk, in Großkönigsförde die Dorfstraße, der Dithmarscher Weg und die Straße Eiderredder sowie in den Gemeinden Bünsdorf und Sehestedt der Bereich von Steinrade bis Freienberg an die Reihe kommen.

Da in manchen weißen Flecken an mehreren Stellen gearbeitet wird, übersteigt die Zahl der geplanten Baustellen die der unterversorgten Gebiete. Wenn alles nach Plan läuft, sollen im Juni und Juli 2020 die letzten Arbeiten in den Gemeinden Ahlefeld-Bistensee, Holzbunge, Hütten, Neu Duvenstedt und Owschlag folgen. Damit haben laut Betz noch immer nicht alle unterversorgten Bereiche Anschluss.

Die 1750 verbleibenden Haushalte sollen für 21 Millionen Euro ans Netz kommen. Dafür soll es 50 Prozent Förderung vom Bund und 25 Prozent Zuschüsse vom Land geben. Baustart wäre frühestens 2020.

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