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Eckernförde Eckernförde fördert Radverkehr zu wenig
Lokales Eckernförde Eckernförde fördert Radverkehr zu wenig
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19:50 10.04.2019
Von Christoph Rohde
Engpass Unterführung Lornsenplatz in Eckernförde: Bei schnellem Tempo kommt es hier immer wieder zur gefährlichen Begegnungen zwischen Radfahrern. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Es hat sich in den letzten Jahren nicht viel getan in Sachen Radfahr-Infrastruktur in Eckernförde. Das sehen auch die 120 Radler so, die die Stadt aus Zweirad-Sicht im Test bewerteten. Sie vergaben für die Fahrradförderung in jüngster Zeit eine magere 4,7. Noch schlechter – mit 4,8 – schneidet die Werbung für das Radfahren ab. Und die Mitnahme von Rädern im öffentlichen Verkehr erhält ein Mangelhaft. So ist noch deutlich Luft nach oben, wenn Eckernförde eine Fahrradstadt werden möchte.

Mehr Fahrrad-Bewusstsein in Politik und Verwaltung gefordert

Das findet auch Helmut Offermann, Ansprechpartner des ADFC für Eckernförde. Das Radverkehrskonzept von 2014 sei zwar politisch beschlossen. "Die Frage aber ist, wie man mit der Umsetzung umgeht", sagt er. Für Radfahrer sei es nicht erkennbar, dass in den letzten Jahren viel geschehen sei. 2015 wurde mit Geburtswehen ein Schutzstreifen für Radfahrer in der Sauerstraße eingerichtet, vergangenen März eine Aufstellzone an der Einmündung Sehestedter Straße in die Rendsburger Straße. Währenddessen werde in der Stadt ausgiebig über Parkplätze für Autos diskutiert, kritisiert Offermann.

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Die gefährliche Lornsenplatz-Unterführung ließe sich seiner Ansicht nach auch mit wenig aufwändigen Mitteln wie Markierungen und Spiegeln entschärfen. Offermann fordert vor allem mehr Bewusstsein in Politik und Verwaltung für eine Förderung des Radverkehrs in der Stadt.

Radboxen am Bahnhof sind hoffnungslos überlastet

Radschnellwege und Velorouten können dem Fahrradverkehr ebenso auf die Sprünge helfen wie Park-Angebote. Zwar werden die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, die geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung und die Abstellanlagen im ADFC-Test für Eckernförde als gut bis befriedigend bewertet. Doch bemängelten die Test-Teilnehmer auch schadhafte Radwegoberflächen, ungünstige Ampelschaltungen und zu schmale Radwege. "Für eine Verkehrswende muss die Infrastruktur besser werden", ist Herden überzeugt. So seien die Radboxen am Bahnhof "hoffnungslos ausgelastet". Neben dem Bahnhof benötigten auch Mietshäuser sichere und komfortable Abstellflächen.

Einen Kommentar von Christoph Rohde zur Fahrrad-Infrastruktur in Eckernförde lesen Sie hier.

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