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Eckernförde Ärger um Seegras und Müll
Lokales Eckernförde Ärger um Seegras und Müll
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16:02 19.09.2018
Besonders bei Ostwind sammelt sich Seegras am Strand in Strande: Bauhofmitarbeiter Jacek Borowski ist morgens stundenlang auf dem Traktor mit Kultivator unterwegs, um das Material zu entfernen. Quelle: Jan Torben Budde
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Strande

Zuletzt hatte Strandranger Peter Glowatzki auf den Ärger mit dem Abfall hingewiesen. Jetzt erkundigte sich Gabriela Christiansen (SPD) in einer Sitzung des Sozial-, Kultur- und Touristikausschusses, wie die Verunreinigung in diesem Sommer zustande kam. Zudem Seegras im Sand und verschobene Strandkörbe – was war da los? Bürgermeister Holger Klink (CDU) verwies auf das lang anhaltenden Sommerwetter: „Da verhalten sich einige Leute sehr merkwürdig.“

Nach seinen Schilderungen ist die Situation in diesem Sommer aus dem Ruder gelaufen: „Überall wurde Müll abgeladen, da sind die Mitarbeiter an ihre Grenzen gestoßen.“ Verschnaufpause? Fehlanzeige. Ob leere Weinflaschen, verschmutzte Windeln oder Grillreste: „Der Müll wurde tonnenweise entsorgt“, so Klink, „und am nächsten Tag lag dort wieder Abfall.“ Er sprach von einem „inakzeptablen Verhalten“. „Wir müssen die Leute direkt darauf ansprechen“, so der Bürgermeister. Diese Anweisung habe Ranger Glowatzki mit auf den Weg bekommen.

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Abfall am Strand? „Es gibt hier doch genug Mülleimer“, wundert sich Jacek Borowski. Was die Arbeit des 51-Jährigen erschwert, sind Strandkörbe, die zu nah an die Wasserkante geschoben werden. „Die muss ich dann erst wegschieben, um mit dem Traktor das Seegras entfernen zu können“, erklärt der Bauhofmitarbeiter. Seinen Job müsse er bis zehn Uhr erledigt haben, weil dann die Strandgänger kämen. Bei Ostwind benötigt Borowski drei Stunden für den Abschnitt zwischen dem Lokal „Alexy“ und dem Kinderspielplatz.

Die Aufregung einiger Badegäste über Seegras am Strand sorgte im Ausschuss für Verwunderung. „Das ist doch Natur“, sagte Nicolaus Graf zu Reventlow (CDU). Er bezeichnete es als „abenteuerlich“, dass Strandgänger sich einerseits über Seegras beklagten, aber andererseits achtlos Windeln und Zigarettenkippen in der Natur entsorgten. Nach seiner Ansicht befand sich der Strand überwiegend in einem „Top-Zustand“, „da ist viel Arbeit geleistet worden“.

Von Jan Torben Budde

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