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Eckernförde Vierbeiner als Helfer des Menschen
Lokales Eckernförde Vierbeiner als Helfer des Menschen
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07:00 13.08.2018
Von Christoph Rohde
Assistenzhund Silver holt für AfA-Leiterin Kati Zimmermann ein Wäschestück aus einer Waschmaschine und reicht später sogar Klammern an. Quelle: Christoph Rohde
Ascheffel

Tim ist Asperger-Autist, Epileptiker und leidet unter Ängsten. „Zuletzt hatte er sich nicht mehr aus der Wohnung getraut“, sagt seine Mutter Anja Rodemeyer. Sie wollte nicht, dass ihr Sohn weiter Psychopharmaka erhält. Nach guten Erfahrungen mit einer durch einen Labrador begleiteten Ergotherapie wuchs der Wunsch nach einem Assistenzhund. Bei der AfA wurde sie fündig. Im Dezember wird Hündin Lilly an Tim übergeben. Dann hat der junge Labrador eine zweijährige Ausbildung hinter sich.

Tim geht für Lilly über seine Grenzen hinaus

Das neue Mensch-Hund-Gespann konnte sich schon phasenweise aneinander gewöhnen. Lilly soll dem 20-Jährigen mehr Sicherheit und Struktur geben und ihn wieder in Kontakt mit der Außenwelt bringen. Das Konzept trägt erste Früchte: „Tim ist schon viel offener geworden“, sagt Anja Rodemeyer. „Der Hund ist für ihn eine Herausforderung. Er muss mit ihm raus.“ Auch Silke Focke, eine der Paten der AfA, bei denen die Junghunde zunächst eingewöhnt werden und ihre Grundausbildung erhalten, bestätigt: „Tim geht für Lilly über seine Grenzen hinaus“.

Auch für Menschen mit Handicap gibt es Begleithunde

Kopf der AfA ist Kati Zimmermann. Die bundesweit tätige Assistenzhunde-Trainerin und systemische Traumatologin hat schon 2007 Therapiebegleithunde und Besuchshunde trainiert. 2012 begann sie mit den ersten Assistenzhunden für Diabetiker, Autisten und Epileptiker. Auch für Menschen mit Handicap werden an der AfA Begleithunde ausgebildet. Bei einer Vorführung zeigt Collie Silver, was er kann: Er räumt Kleidungsstücke aus der Waschmaschine, reicht Klammern an. Ein anderer Hund zieht AfA-Patin Silke Focke, die sich zur Demonstration in den Rollstuhl gesetzt hat, Mütze und Handschuhe aus.

Wenn ein Diabetiker unterzuckert ist, schlägt der Hund an

Als sich Hundetrainerin Christina Jakobs, die eine AfA-Filiale in Sachsen-Anhalt führt, scheinbar leblos auf den Boden legt, schlägt ihr Assistenzhund an. Die Vierbeiner können nach einem speziellen Training sogar riechen, ob ein Diabetiker unterzuckert ist. Sie beginnen dann zu bellen, stupsen an, apportieren ein Mess-Täschchen und sind in der Lage, wenn sich ihr Mensch nicht mehr rührt, sogar einen Notknopf zu betätigen.

Ein Erstgespräch klärt die Voraussetzungen

Solche Spezialhunde werden aber nicht an jeden vermittelt. „Die Voraussetzungen müssen stimmen“, sagt Zimmermann. Deshalb sei auch immer ein Erstgespräch vorgeschaltet: Welche Fähigkeiten sind gefordert, was kann der Hund leisten und kann der Mensch dem Hund gerecht werden? Rund 80 bis 90 Assistenz- und Therapiehunde haben die AfA-Leiterin und ihr Team bisher bundesweit ausgebildet.

Infos: www.akademie-fuer-assistenzhunde.de

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