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Eckernförde Zukunftschance für Biohof in Tüttendorf
Lokales Eckernförde Zukunftschance für Biohof in Tüttendorf
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09:34 11.04.2019
Von Cornelia Müller
Die Geschwister Yannick und Tonia Rzehak sind glücklich, dass die Aktivregion ihnen Geld der Europäischen Union bewilligt hat, damit der Biohof in Tüddendorf noch nachhaltiger wirtschaften kann. Quelle: Cornelia D. Mueller
Tüttendorf

Die Sonne strahlt mit Tonia Rzehak (29) und ihrem Bruder Yannick (32) um die Wette. Die Ökowelt auf dem Familienbetrieb, den der studierte Landwirt mit seiner Ehefrau Anna Kenner (28) seit 2017 in dritter Generation führt, ist jetzt so richtig in Ordnung.

Die beantragte Finanzspritze, der die Mitglieder der Aktivregion bei ihrer Sitzung in der Gettorfer Amtsverwaltung so wohlwollend zugestimmt haben, hilft jetzt enorm. Das Geld fließt konkret in die Einrichtung der neuen Produktions- und Verarbeitungsräume, die nächste Woche bezugsfertig sein sollen.

Hofmolkerei soll ihr Sortiment erweitern

Mit seiner Schwester, die auch eine Ausbildung zur Bäckerin und zur Sozialarbeiterin hat, hat Rzehak das Hofkonzept am Morgen erfolgreich vorgestellt. Die Idee: Ihre kleine Hofmolkerei, die bisher Milch, Quark, Sahne und Joghurt im Direktverkauf und über Naturkostläden in Kiel sowie einen befreundeten Marktstand in Eckernförde an die Kunden brachte, soll ihr Sortiment um eigenen Weich- und Schnittkäse erweitern.

Vermarkten werden Rzehaks den Käse zunächst nur im Hofladen und über die Solidarische Landwirtschaft (Solawi). Mehrere Ökobetriebe der Region haben sich zusammengetan und beliefern feste Kunden mit einem frischen Lebensmittelsortiment. Anders als im Abo-System sind Solawi-Abnehmer unter Vertrag und garantieren den Erzeugern ein festes Einkommen übers Jahr. "Wir werden zu Beginn nicht genügend Käse für den anderweitigen Verkauf haben", begründen die beiden.

Biohof als außerschulischer Lernort

Die Aktivregion Eckernförde bewilligt Geld nicht als reine Wirtschaftsförderung. Bei der Vergabe spielen der Stellenwert für Region und Öffentlichkeit sowie die Erhaltung eines ländlichen Gefüges mit Zukunftschancen eine Rolle. Und schon jetzt ist der Hof außerschulischer Lernort, der Führungen für Schüler und Auszubildende bietet, Produktion und Tierhaltung transparent macht und künftig ein paar neue Arbeitsplätze verspricht.

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