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Eckernförde Millionen für regionale Projekte
Lokales Eckernförde Millionen für regionale Projekte
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12:05 22.10.2018
Von Manuela Schütze
Feierten zehn Aktivregion: (v.l.) Matthias Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld, Gettorfs Bürgermeister Hans-Ulrich Frank, Innenminister Hans-Joachim Grote, Kreispräsidentin Juliane Rumpf, Amtsvorsteher Dänischer Wohld Jens Krabbenhöft und Regionalmanager Dieter Kuhn. Quelle: Manuela Schütze
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Gettorf

Das Geld ist in eine Vielzahl örtlicher und regionaler Projekte geflossen. Unter den Gratulanten von Land, Kreis, Ämtern, Gemeinden, Institutionen und Unternehmen war auch Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote.

Ideenschmiede für den ländlichen Raum

Die Aktivregion Eckernförder Bucht versteht sich als Ideenschmiede des ländlichen Raums. Projekte entwickeln, Finanzierungen ausloten, Mittel einwerben und dann umsetzen ist das Ziel. Dieter Kuhn, verantwortlicher Regionalmanager des Vereins, legte dazu eindrucksvolle Zahlen vor. „Wir haben uns in der ersten Förderperiode von 2007 bis 2013 mit 124 Projekten beschäftigt, rund 70 davon kamen zur Umsetzung.“ Dazu gehörten beispielsweise der Sportentwicklungsplan in Gettorf, das Projekt Schweinswalfreundliche Eckernförder Bucht, der Masterplan Hüttener Berge oder das WellnessCenter Surendorf.

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Fast 5,7 Millionen Euro an Fördergelder eingeworben

„Es wurden 15,5 Millionen Euro Investitionen ausgelöst und fast 5,7 Millionen Euro Fördergelder eingeworben“, betonte er. In der aktuellen Förderperiode habe der Verein sich bereits mit 70 Projekten beschäftigt. „Die beschlossenen Projekte werden Investitionen von etwa sechs Millionen Euro auslösen.“ Zu den aktuellen Themen, die der Verein begleitet, gehören beispielsweise die Treibseldüne Noer und die Machbarkeitsstudie für ein Dienstleistungszentrum Ascheffel.

Das Denken in Regionen hat sich gefestigt

Der Verein sei ein guter Knotenpunkt, skizzierte Kuhn die Stärke des Verbundes. Das bedeute kurze Wege für alle Beteiligten. Das Denken in Regionen habe sich in den zehn Jahren gefestigt, bestätigte Amtsvorsteher Jens Krabbenhöft und lobte die kompakte interkommunale Zusammenarbeit. Es werde oft auf die EU geschimpft, aber hier könne der Bürger erleben, das jeder Einzelne davon profitieren könne, waren sich Kreispräsidentin Juliane Rumpf und Gundula Staak, Gemeindevertreterin in der Gemeinde Schwedeneck, einig. „Hier fließen Gelder aus Brüssel zielgerichtet zurück in die kleinen Gemeinden und die lokalen Projekte“, so Staack.

Grote: "Der Erfolg liegt in der Kooperation"

Innenminister Hans-Joachim Grote verwies darauf, dass bei 1106 eigenständigen Gemeinden in Schleswig-Holstein letztlich nur gemeinschaftliches Denken und Handeln Erfolg verspreche. Der neue Landesentwicklungsplan werde den Kommunen mehr Freiheiten geben und eine Experimentierklausel haben, versprach er. „Kommunen, die etwas ausprobieren wollen, sollen das auch können“, so der Innenminister. Weiterhin werde der Entwicklungsplan das Denken in Räumen unterstützen. „Der Erfolg liegt in der Kooperation. Ein landesweites W-LAN muss beispielsweise überall identisch sein. Es darf nicht 1106 verschiedene Netze geben“, sagte er.

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