Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Lernorte bekannter machen
Lokales Eckernförde Lernorte bekannter machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 07.02.2017
Von Jan Torben Budde
Die Tapire gehören zu den Publikumslieblingen im Tierpark Gettorf, der als außerschulischer Lernort auf der Grünen Woche in Berlin vertreten war: Volker Strehlow (v. l.), Michaela Clausen, Mirja Kämper, Juliane Rumpf, Dieter Kuhn, Wiebke Meyer, Maike Hoffmann und Christin Hüffer, die im Tierpark ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, statten den Säugetieren einen Besuch ab. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Selbst Butter erzeugen und Schafe am Geruch erkennen, sich über den Beruf des Tierpflegers informieren und Wissenswertes über den Naturpark Hüttener Berge erfahren: Auf der Grünen Woche in Berlin erhielten rund 200 Schüler einen Einblick in die Aktivregion Hügelland am Ostseestrand. Erstmals präsentierte die Initiative auf der internationalen Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ihre sogenannten außerschulischen Lernorte. Darunter waren der Tierpark Gettorf, das Versuchsgut Lindhof, die Globetrotter Akademie und die Käserei Holtsee. „Wir wollen den Schwung von der Grünen Woche in die Region mitnehmen“, schwärmte Dieter Kuhn, Regionalmanager bei der Aktivregion, am Dienstag vom Erfolg der Aktion in der Hauptstadt. Dagegen sei das Interesse von Schulen und Kindertagesstätten im Gebiet zwischen Altenholz und Eckernförde, Strande und Owschlag durchaus ausbaufähig.

 Hautnah erlebten die Kinder in der Schleswig-Holstein-Halle auf der Grünen Woche, was das Landleben im Norden so attraktiv macht. Für Schulklassen war das Mitmachprogramm buchbar. „Sie durften aus Sahne Butter schütteln“, berichtete Wiebke Meyer von der Käserei Holtsee. Das Erzeugnis strichen sich die Lütten zum Probieren aufs Brot. Wie eine Melkmaschine klingt, Schafe riechen oder Hafer schmeckt, erfuhren die Schüler bei Mirja Kämper und Michaela Clausen vom Versuchsgut Lindhof in Lindhöft. „Man konnte Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben“, erklärten die Mitarbeiterinnen des Schulklassen-Projektes.

 Wie viel Arbeit das Reinigen eines Zoogeheges bedeutet, berichtete Volker Strehlow vom Förderverein des Gettorfer Tierparks. Für Klassenfahrten und Erlebnispädagogik in den Hüttener Bergen warb unterdessen Maike Hoffmann von der Globetrotter Akademie auf dem Ascheffeler Aschberg.

 Die Aktionen begeisterten auch Erwachsene. „Sogar Lehrer haben mitgemacht“, erzählte Juliane Rumpf, ehemalige Landwirtschaftsministerin und jetzt Vorstandsmitglied der Aktivregion, mit Blick auf die Butter-Herstellung. Die Präsentation soll nach Kuhns Vorstellung nicht nur Urlauber ins Land zwischen den Meeren locken. „Klar, das wäre ein schöner Nebeneffekt“, sagte er. Doch vielmehr geht es dem Regionalmanager darum, weitere Schulen, Kindertagesstätten oder andere Bildungseinrichtungen für das Angebot zu gewinnen. Immerhin verfüge die Aktivregion Hügelland am Ostseestrand momentan über 30 außerschulische Lernorte, wo Schulstoff vertieft, Natur und Umwelt erlebbar gemacht würden. Außer den genannten Partnern zählen unter anderem das Gettorfer Heimatmuseum und das Naturfilmfestival Green Screen in Eckernförde zum Netzwerk.

 Doch wie mehr Schulen und Kitas ins Boot holen? Kuhn plant nun eine Messe, um die außerschulischen Lernorte bekannter zu machen. Die Aktion soll vor dem neuen Schuljahr in der Region über die Bühne gehen. Zudem werde ein Leitfaden verfasst, der Akteuren bei der Kontaktaufnahme mit Bildungseinrichtungen unterstützt. Auch für die Präsentation der außerschulischen Lernorte auf der Grünen Woche 2018 gibt es dem Regionalmanager zufolge schon neue Ideen: Er wolle gern das Ostsee-Info-Center in Eckernförde einbinden – auch, um das Thema Fische aufzugreifen. Ihm schwebt ein Fühlbecken am Messestand vor.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Wunsch nach kulturellem und politischem Austausch hat Eckernförde seit langem dazu bewegt, Kontakte zu begründen und zu pflegen. Das Ostseebad unterhält Städtepartnerschaften unter anderem zum schwedischen Hässleholm, zu Tanga in Tansania und zu Bützow in Mecklenburg-Vorpommern.

Steffi Boese 07.02.2017
Eckernförde Strandaufschüttung - Statt Sand kam Schlick

Am Hauptstrand von Eckernförde sollen 6000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden. Böse Überraschung am Montagmorgen: Statt feinem Sand kam übelriechender Schlick. Jetzt wird die richtige Lieferung aus dem Aschauer Hafen ab Mittwoch erwartet.

Kai Pörksen 06.02.2017

Nach einem Unfall in Eckernförde am Sonntag sucht die Polizei einen Zeugen. Der Passant hatte das Vorkommnis beobachtet, aber die Geschädigten hatten sich nicht den Namen des Mannes notiert.

KN-online (Kieler Nachrichten) 06.02.2017