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Eckernförde Jürgen Baasch wird Ehrenbürger
Lokales Eckernförde Jürgen Baasch wird Ehrenbürger
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19:00 22.04.2019
Von Cornelia Müller
Gettorfs jüngster Ehrenbürger mit Ehefrau Irmgard: Altbürgermeister Jürgen Baasch erhält die Auszeichnung am Dienstag, 23. April, in einer Feierstunde in der Mühle Rosa. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Gettorf

Mit KN-online sprach Jürgen Baasch über seine Sicht auf Gettorf heute.

Herr Baasch, Sie werden am Dienstag zum Ehrenbürger ernannt. Was bedeutet Ihnen diese Würdigung?

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Ich habe als Bürgermeister Peter Krayenhagen und Hans-Christian Sacht die Ehrenbürgerschaft im Namen der Gemeinde verliehen. Die Auszeichnungen der beiden, die so viel für Gettorf getan haben, ging mir unter die Haut.

Jetzt selbst Ehrenbürger meiner Geburtsgemeinde zu werden, ist sehr besonders. SPD- und CDU-Fraktion hatten das gemeinsam beantragt. Mein Gedanke war gleich: Das kann ich nur annehmen, wenn alle es wollen. Dass wirklich alle vier Fraktionen dafür gestimmt haben, berührt mich. Ich wirke ja außen eher robust. Aber innerlich habe ich geschluckt.

Sie waren zehn Jahre Bürgermeister. Aktiv in der Kommunalpolitik waren Sie drei Jahrzehnte. Wie kamen Sie in die Politik?

Das begann 1988 als wählbarer Bürger. Es ging um die Fußgängerzone. Nur mitreden reichte mir nicht, ich wollte mitgestalten. Im Grunde ging es mir nie um Parteipolitik.

Der Bauausschuss war Ihr Lieblingsfeld. Sie waren zeitweise Vorsitzender. Das lag bei Ihrem Beruf nahe, oder?

Ja, für einen Maurermeister ist es das A und O, wenn auch sehr zeitaufwendig. Bauleitplanungen werden eher tagsüber gemacht. Damit ich mich mit Planern treffen konnte, gab mein Chef mir frei – ein großes Entgegenkommen. Ich habe die Arbeit abends nachgeholt. 

Sie haben sich als ehrenamtlicher Bürgermeister wie ein Hauptamtlicher engagiert. Ihnen muss die Aufgabe viel Freunde gemacht haben.

Stimmt. 2008, als ich erstmals gewählt wurde, schied ich gerade aus dem Arbeitsleben aus. Anders hätte ich das nicht leisten können. Bürgermeister einer großen Gemeinde zu sein, ist viel mehr als ein Halbtagsjob. Da sind nicht nur Sitzungen. Da sind Jubiläen, 90. Geburtstage, Vereine und Verbände. Jetzt sage ich meiner Frau Dank, die so viele Abende allein war. Nun haben wir gemeinsame Zeit. Das gefällt uns.

Welche drei Highlights für Gettorf, die die Politik in Ihrer Amtszeit anschob, fallen Ihnen spontan ein?

Erstens unser Jahrhundertbauwerk Sportpark. Da haben alle an einem Strang gezogen, fast alles wurde einstimmig beschlossen und zeitnah umgesetzt. Ein Sechs-Millionen Euro-Projekt kann man nur so realisieren. Diese Investition ist nachhaltig. Zweitens hat die Gemeinde als Bauträger binnen zehn Jahren vier Kindergärten geschaffen. An dritter Stelle stehen für mich zwei Baugebiete. Wir haben sechs Hektar am Stohler Damm erworben und selbst vermarktet. Das Gebiet Triangel gehörte uns schon. Beides hat uns nach vorn gebracht. Das Geld haben wir in Gettorf investiert. 

Wenn Sie die Gemeindepolitik von außen sehen, wo ist die nächste große Aufgabe?

Wir haben kein einziges Gewerbegrundstück mehr. Darum muss man sich kümmern. Die Fortschreibung des Ortsentwicklungsplans ist wichtig. Wir haben bald 8000 Einwohner. Es kann nicht immer so weitergehen mit den Neubaugebieten. Gettorf muss nun darauf achten, seine „grünen Lungen“ zu erhalten und nicht jeden Zipfel zu bebauen.

Das gesamte Interview lesen Sie im Lokalteil Eckernförder Nachrichten der Kieler Nachrichten von Dienstag, 23. April.

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