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Eckernförde Fachhochschule hofft auf Erweiterung
Lokales Eckernförde Fachhochschule hofft auf Erweiterung
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06:30 21.11.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Das Luftbild vom April zeigt, wie beengt das Gebiet um die Fachhochschule (rote Dächer) ist. Auf der damaligen Rasenfläche vor Dataport entstehen mittlerweile 120 weitere Stellplätze. Quelle: Ulf Dahl
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Altenholz

Er hofft auf eine „kurz- bis mittelfristige Lösung“. An der FH für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz studieren derzeit 1390 Menschen. Davon sind aber 411 wegen eines Praxissemesters nicht vor Ort. Gestartet war die Fachhochschule 1975 in Dataport-Räumen mit 128 Studierenden. In den vergangenen Jahren wuchs vor allem der Polizei-Bereich, erklärt der FH-Präsident.

Es fehlen Lehrräume und Büros

„Für eine Hochschule ist es schön, wenn viele Studierende da sind“, sagt Jens T. Kowalski. Allerdings geht er davon aus, dass es in den nächsten Jahren zumindest nicht mehr die großen Zuwächse der vergangenen Jahre geben wird. Doch mit den Studierenden wuchs auch die Verwaltung und die Zahl der Dozenten, die jetzt bei 52 liegt. Für sie gibt es nicht genügend Büros, zudem fehlen Lehrräume. Die Vorlesungszeiten wurden bereits ausgeweitet.

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Im Umfeld wurde schon viel gebaut

Wegen einer Erweiterung hat die Fachhochschule bereits Kontakt zum Land aufgenommen. FH-Präsident Kowalski hofft auf eine Erweiterung am Standort oder im Umfeld: „Es hat wenig Sinn, die Fachbereiche auseinander zu reißen.“ Allerdings ist die Frage, ob es im ohnehin intensiv genutzten Umfeld noch Platz gibt. Seit Mitte 2017 entstanden hier unter anderem der Trainingskomplex für den THW Kiel, ein Hotel und ein öffentliches Mitarbeiter-Restaurant für Dataport.

Auch Thema in der Kommunalpolitik

Die Raumnot der Fachhochschule beschäftigte am Montag auch den Altenholzer Ausschuss für Bau und Infrastruktur. Der Betreiber des Studierendenwohnparks Westside Living wäre auf Nachfrage der FH bereit, dieser zwölf Apartments für drei Jahre zu vermieten. Dozenten sollen diese als Büros nutzen. Das stieß quer durch die Fraktionen auf positives Echo.

Studentisches Wohnen erwünscht

Grundsätzlich, das wurde allerdings auch deutlich, wünscht sich die Kommunalpolitik in den Apartmenthäusern studentisches Wohnen: Denn wer dort wohnt, muss nicht mit dem Auto zur Fachhochschule fahren. Zu Vorlesungszeiten sind in der Regel nicht die Parkplätze, sondern auch die benachbarten Straßen zugeparkt. Zuletzt hatte die Gemeinde deswegen dort Halteverbote erlassen.

Absage an Hotelbetrieb

Dem Wunsch des Studierendenwohnpark-Betreibers, Apartments im Sinne eines Hotelbetriebs an Gäste zu vermieten, erteilte der Bauausschuss deshalb einhellig eine Absage – auch wenn das derzeit praktiziert wird. Dies würde noch mehr Studierende zu Pendlern machen.

Das Gebiet in Altenholz-Klausdorf wird intensiv genutzt.
Christoph Rohde 20.11.2018
Reinhard Gusner 20.11.2018
Christoph Rohde 20.11.2018