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Eckernförde Viel Kritik an Ideen für Stifter Zentrum
Lokales Eckernförde Viel Kritik an Ideen für Stifter Zentrum
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19:06 24.05.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Das Konzept sieht unter anderem vor, Buschwerk wie hier neben dem neuen Marktplatz zu entfernen, um rund um den Ostpreußenplatz einen gemeinschaftlich genutzten, offenen Platz zu schaffen. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Altenholz

Stefan Escosura sprach von einem spannenden Tag: „Letztlich macht man solche Planungen für Sie“, sagte er zum Publikum. Die Bürger sollen sich in der neuen Stifter Mitte wohlfühlen. Der Entwurf sei kein Plan, der exakt so umgesetzt wird, sondern biete erste Ideen und ein Konzept, das die Altenholzer mit Leben füllen müssen: „Die Bürgerbeteiligung spielt eine wesentliche Rolle.“

Offener, zentraler Raum für alle

Rund um den Ostpreußenplatz soll so ein für alle offener, zentraler Raum entstehen, der Menschen und Nutzungen verbindet und der die Kommunikation fördert. Fußgänger, Rad- und Autofahrer wären dabei gleichberechtigt auf einer Mischverkehrsfläche unterwegs – wie es zum Beispiel in verkehrsberuhigten Bereichen praktiziert wird.

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Tempo soll reduziert werden

Die Straße bleibe in voller Funktion erhalten: Aber „es ist eine Fläche, wo Sie gezwungen sind, Rücksicht aufeinander zu nehmen“. Man habe die Verkehrsmengen erfasst – diese seien auch über eine zentrale Mischverkehrsfläche abzuwickeln: „Nur nicht in dem Tempo.“ Die Behörden würden kein Konzept genehmigen, „dass sie nicht für sicher halten“.

Problem Autoverkehr

Zwei Beispiel-Stimmen vom Anfang und vom Ende der Diskussion stehen für die Bandbreite der vielfältigen Reaktionen auf den Entwurf. Autoverkehr sei in Altenholz-Stift das große Problem, weil es nur eine Zufahrt gibt, sagte ein Besucher, der die Ideen der gemeinsamen Verkehrsfläche „sehr kritisch“ beurteilte. Er wolle sich nicht vorstellen, was passiert, wenn man „den Flaschenhals zumacht“. Dafür gab es viel Applaus im Saal.

Auch Lob für Entwurf

Am Ende der Debatte, nach gut zwei Stunden, meldete sich eine junge Frau zu Wort, die den „teilweise aggressiven Grundton“ bedauerte. Aus ihrer Sicht könne mit dem Entwurf „das Zentrum entstehen, das Stift zurzeit fehlt“. Auch dafür gab es deutlichen Applaus. Und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß freute sich: „Ein besseres Schlusswort kann ich mir nicht wünschen.“

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